Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17/2019 - 06.03.2019

Internationaler Frauentag

Gewerkschaftsfrauen für ein gerechtes und soziales Europa

„Wir für ein soziales Europa“ – mit einer Reihe von Veranstaltungen (siehe PDF) setzt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Nord zum Internationalen Frauentag ein Zeichen für mehr Chancengleichheit. Die DGB Frauen rufen alle Frauen dazu auf, bei der Europawahl am 26. Mai zur Wahl zu gehen. Denn das tun auch 100 Jahre nach Einführung des hart erkämpften Frauenwahlrechts immer noch zu wenige. Mit Ausnahme der EU-Wahl von 1984 war die Wahlbeteiligung der Männer stets geringfügig höher als die der Frauen.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehörte von Anfang an zu den Grundwerten der Europäischen Union (EU). Zahlreiche Regelungen für die Chancengleichheit wurden von der EU angestoßen und umgesetzt. Bei der Gründung der Gemeinschaft 1957 wurde der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ für Frauen und Männer vertraglich festgeschrieben. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden EU Fonds auch zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern genutzt. „Ohne die EU hätte es weniger Fortschritte in Sachen Gleichstellung gegeben. Deswegen setzen sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am 8. März für ein solidarisches Europa ein. Viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, wie wichtig die Europäische Union für ihren Lebens- und Arbeitsalltag ist. Das wollen wir mit unseren Aktionen ändern“, sagt Lisanne Straka, Abteilungsleiterin für Frauen und Gleichstellung im DGB Nord.

Dennoch sind wir von einer echten Gleichstellung noch weit entfernt. Der Anteil der Frauen im EU-Parlament liegt nur bei 37 Prozent. Lediglich 9 von 26 EU-Kommissaren sind weiblich. Frauen verdienen immer noch deutlich schlechter als Männer, der sogenannte „Gender Pay Gap“ liegt in Deutschland bei 21 Prozent (EU 16 Prozent). Inzwischen stellen rechtpopulistische und nationalistische Kräfte Frauenrechte immer mehr in Frage und die EU vor existenzielle Herausforderungen. „Wir werden unsere europäischen Grundwerte verteidigen. Europa ist ein Motor für Gleichstellung und ein machtvolles Instrument gegen Antifeminismus und populistische Tendenzen“, so Lisanne Straka weiter.

Wir fordern die Gleichstellung von Frauen und Männern durch verbindliche europäische Regelungen zu stärken. Frauen brauchen bessere Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung und ein selbstbestimmtes Leben. Dazu gehören unter anderem gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, faire Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen und bessere Angebote für die Balance zwischen Beruf und Familie, unabhängig davon, ob Menschen verheiratetet, in Partnerschaft oder alleinerziehend sind. „Eine gute Zukunft für Frauen und Männer gibt es für uns nur, wenn wir die demokratischen Kräfte und damit ein politisch vereintes, wirtschaftlich starkes und sozial gerechtes Europa mit unseren Stimmen stärken“, betonte  Lisanne Straka.

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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Thomas Ritter 

 

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