Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11 - 04.03.2024

Equal Pay Day 2024–Lohnlücke in Schleswig-Holstein gleichbleibend hoch

Mit Tarifvertrag ist für Frauen mehr drin

Am 6. März ist „Equal Pay Day“. Das Datum markiert symbolisch den Tag, bis zu den Frauen rechnerisch umsonst arbeiten, während ihre männlichen Kollegen Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen in Deutschland praktisch umsonst, während ihre männlichen Kollegen – über das gesamte Jahr gesehen – 18 Prozent mehr verdienen. In Schleswig-Holstein beträgt der „Gender Pay Gap“, die Entgeltdifferenz zwischen Frau und Mann 12 Prozent.

Lisanne Straka, Abteilungsleiterin für Gleichstellung beim DGB Nord fordert mehr Tarifbindung. „Gleiches Gehalt für Männer und Frauen – in Tarifverträgen steckt viel Gleichstellung. Sie sind das zentrale Instrument, um Einkommen und Arbeitsbedingungen zu verbessern und machen Löhne für alle transparenter. Eine starke Tarifbindung ist somit von erheblichem gesamtgesellschaftlichem Interesse. Doch es gibt noch viel Luft nach oben.“ 

Tarifverträge schaffen Sicherheit und Planbarkeit und begrenzen Willkür. Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen erhalten häufiges Weihnachts- und Urlaubsgeld und die Arbeitszeiten sind geringer.

„Wir dürfen uns nicht an eine stetig hohe Entgeltlücke in Deutschland gewöhnen, sondern müssen alle Hebel in Bewegung setzen, damit sich diese endlich verringert“, so Lisanne Straka Weiter. Auch für die Gewinnung von Fachkräften wäre dieser Weg kontraproduktiv. Nicht nur weil überlange Arbeitszeiten die Gesundheit gefährden, sondern auch, weil Frauen indirekt noch stärker in die Sorgearbeit gedrängt und sich dadurch der Fachkräftemangel weiter zuspitzen könnte. „Wer Fachkräfte sucht, kann auf Frauen nicht verzichten! Ihnen in Sachen Erwerbsbeteiligung Knüppel zwischen die Beine zu werden, macht keinen Sinn. Statt Überstunden steuerlich zu privilegieren, machen die Gewerkschaften sich stattdessen für eine Aufwertung frauendominierter, systemrelevanter Berufe stark!“ hebt Straka deutlich hervor und betont, dass auch diese gewerkschaftliche Forderung die Entgeltlücke verringern würde.


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