Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 74/2019 - 15.11.2019

Vom „Gastro Burner“ direkt zum Burnout!

Tourismusbranche MV will mit Imagekampagne Ausbildungskrise bewältigen

Der Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg Vorpommern will die selbstverschuldete Ausbildungskrise mit einer vom Wirtschaftsministerium unterstützten und vom Europäischen Sozialfonds geförderten Kampagne „Gastro Burner“ bekämpfen.

Dazu Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender DGB Nord:

„Vom „Gastro Burner“ direkt zum Burnout! Das Fachkräfte- und Ausbildungsproblem in der Tourismusbranche ist hausgemacht. Die Arbeitsbedingungen sind mies, die Bezahlung ebenfalls. Noch in jedem Ausbildungsreport des DGB-„glänzte“ die Branche mit einer besonders hohen Vertragslösungsquote. Das kriegt man nicht mit Schnupperpraktika und kleinen Imagekampagnen in den Griff. Da helfen nur attraktive, tarifliche Vergütungen und Arbeitszeiten. In Mecklenburg-Vorpommern haben zu Recht alle Branchen mit schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Vergütung Nachwuchsprobleme. Es ist ein Unding, dass ausgerechnet DEHOGA-Betriebe durch Landesförderung bevorzugt werden sollen. Dem Wirtschaftsministerium sei gesagt: Das Land darf schlechte Arbeit nicht mit gutem Steuergeld finanzieren!“

NGG-Landesgeschäftsführer Jörg Dahms ergänzt: „In der gerade laufenden Tarifrunde hat uns DEHOGA ernsthaft für die unterste Facharbeiterlohngruppe weniger als den Landesvergabemindestlohn von 10,07 Euro angeboten. Dass der Wirtschaftsminister, der seine Zuschüsse sonst klar nach Tarifkriterien vergibt, einen solchen Arbeitgeberverband fördert, empfinden wir als einen Schlag ins Gesicht.“


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