Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 01.11.2000

DGB Nord: Call Center in Mecklenburg-Vorpommern betreiben Lohn-und Sozialdumping

Lohn-und Sozialdumping ist in vielen Call Centern, die in den letzen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet wurden, gang und gäbe. Darauf wies der stellvertretende Vorsitzende des DGB Nord, Ingo Schlüter, bei einer Call Center-Tagung am 1. November in Hasenwinkel hin.

So bezahlten 80 Prozent der knapp 1.500 Unternehmen Stundenlöhne, die zwischen 9 und 14 DM lägen. Oft seien Urlaubsregelungen unklar bzw. würden Urlaubstage mit den gesetzlichen Feiertagen verrechnet. Viele Beschäftigte hätten keine festen Arbeitszeiten, sondern würden je nach Bedarf eingesetzt. "Im Einzelhandel setzten sich die Gewerkschaften schon vor langer Zeit gegen unsoziale und unvorhersehbare Arbeitszeiten ein, als es um sogenannte kapazitätsorientierte Arbeitszeiten ging. Es kann doch nicht sein, dass wir bei den Call Centern wieder bei Null anfangen müssen", so Schlüter.

Mitarbeiterbindung sei gerade in neuen Bereichen sehr wichtig, sagte er und fügte hinzu: "Wenn die Call Center qualifizierte, motivierte Mitarbeiter auf anspruchsvollen Arbeitsplätzen wollen, dann müssen sie sich auch in diesem Sinne engagieren." In diesem Zusammenhang verwies Schlüter auf die exellenten Fördermöglichkeiten des Wirtschaftsministerium für die berufliche Erstausbildung in den IT-und Multimediaberufen.

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Thomas Ritter 

 

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