Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 56 - 27.09.2022

Knapp 200.000 Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern profitieren vom höheren Mindestlohn

Pressemitteilung:

Zum 1. Oktober steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro je Stunde. Darauf macht der DGB morgen mit einer Info-Aktion im gesamten Bundesgebiet aufmerksam, auch in Mecklenburg-Vorpommern.

Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender DGB Nord: „In Mecklenburg-Vorpommern kommt der höhere Mindestlohn gut 195tausend Beschäftigten zugute. Mit 31,2 Prozent profitiert fast jede*r dritte Beschäftigte in unserem Bundesland und damit mehr als in allen anderen Bundesländern. Der Mindestlohn wirkt. Wir Gewerkschaften haben lange dafür gekämpft, die Lohnuntergrenze auf 12 Euro je Stunde anzuheben – mit Erfolg.“

Die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise kann auch der neue Mindestlohn nicht auffangen

Vor allem Frauen und geringfügig Beschäftigten helfe die neue Lohnuntergrenze. In Branchen wie dem Gastgewerbe, bei Lieferdiensten und im Einzelhandel verweigern Arbeitgeber*innen den Beschäftigten oft anständige Löhne. Und in Betrieben ohne Tarifvertrag werden besonders häufig Niedriglöhne bezahlt. „Der gesetzliche Mindestlohn ist auch ein Mittel gegen Lohndumping-Konkurrenz durch Unternehmen, die sich Tarifverträgen verweigern“, so Schlüter. Dennoch sei klar: „Der Mindestlohn kann immer nur die unterste Haltelinie sein. Gute Löhne gibt es nur mit Tarifvertrag. Umso wichtiger ist es, die Tarifbindung wieder zu stärken.“

Trotz der Mindestlohnanhebung wies der DGB Nord mit Nachdruck auf die Sorgen vieler Menschen hin. „Viele machen sich aktuell ernsthafte Sorgen, was im Herbst und Winter auf sie zukommt“, sagte Schlüter. „Die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise kann auch der neue Mindestlohn nicht auffangen. Die Bundesregierung muss jetzt schnellstens einen Energiepreisdeckel und eine Energiepreispauschale beschließen. Um das zu finanzieren, muss der Gesetzgeber die Übergewinne der großen Energie- und Mineralölkonzerne abschöpfen.“


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