Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02-2021 - 12.01.2021

Homeoffice Offensive

Viel Nachholbedarf im Norden

Viele Unternehmen im Norden sind unzureichend auf das digitale Arbeiten im Homeoffice vorbereitet. Der DGB Nord bietet den Arbeitgebern deshalb ein abgestimmtes Vorgehen für eine gemeinsame Homeoffice-Offensive an.

"Die Pandemie hat in vielen Branchen die Tür für mehr Homeoffice geöffnet. Um diese neue Form der Arbeit für alle zum Erfolg zu machen, muss ein praxisnaher Regelungsrahmen her. Es ist wichtig, dass der Bundestag das Recht auf Homeoffice mit klaren Regelungen zum Arbeitsschutz verbindet. Kluge Arbeitgeber binden früh ihre Betriebsräte ein, um das neue Arbeiten zu implementieren", sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord. Aktuell gebe es nur in einem Drittel der Betriebe, die Homeoffice anbieten, dazu auch eine Betriebsverein­barung.

Nach Erkenntnissen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat die höhere Homeoffice-Quote im April 2020 von 27 Prozent zu einer schnelleren Reduzierung der Infektionszahlen beigetragen. Im November arbeiteten nur 17 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice.

Der Arbeitgeber sei verpflichtet, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten auch zu Hause zu gewährleisteten, so der DGB-Vorsitzende: "Die Gewerkschaften sind dazu gesprächsbereit. Homeoffice kann mehr Autonomie und Gesundheitsschutz in Zeiten der Pandemie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ermöglichen – das darf aber nicht dazu führen, dass Arbeitszeiten ausgedehnt und Belastungen und Zielvorgaben erhöht werden. Keinesfalls darf den Beschäftigten ihr Bürostuhl unter dem Hintern weggezogen werden: Der Betrieb bleibt als Ort der Begegnung unverzichtbar, für den fachlichen Austausch, das soziale Miteinander und Innovationen im Betrieb." 

Polkaehn griff damit die jüngste Forderung des UVNord auf, jetzt zu definieren, welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft nötig seien. Es sei höchste Zeit für ein bundesweites Gesetz, das hier einen Rahmen und Rechtsanspruch setze. Es gehe um Produktivität, Teilhabe und mehr Arbeitszeitsouveränität: "Wir brauchen endlich Arbeitszeiten und -bedingungen, die zum Leben passen."


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