Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01 - 02.01.2020

DGB fordert gleiche Mobilitätschancen auch für Auszubildende

Her mit dem Azubiticket!

Seit dem 1. September dürfen Studierende in Schleswig-Holstein für 124 Euro im Semester den kompletten öffentlichen Nahverkehr im Land nutzen. Die Grünen fordern nun, künftig auch diejenigen mit einzubeziehen, die freiwillige Dienste leisten. „Was ist mit den Auszubildenden?“, fragt der DGB.

„Die Landesregierung fördert die Mobilität von Studierenden, und vielleicht schon bald die von Bundesfreiwilligendienstleistenden. Das ist gut so. Schlecht ist, dass Auszubildende wieder in die Röhre gucken. Azubis haben oft wenig Geld zur Verfügung, aber hohe Kosten für Mobilität“, sagt Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord. Deswegen fordern die Gewerkschaften ein landesweites Azubiticket für Bus und Bahn, um Auszubildende zu entlasten.

Viele Auszubildende müssen täglich weite Strecken zu ihrem Ausbildungsbetrieb oder ihrer Berufsschule zurücklegen. Eine Einführung eines landesweiten Azubitickets, wie es schon in Berlin, Hessen, NRW und bald auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern existiert, ist notwendig und konsequent. Mit der Einführung und Mitfinanzierung des landesweiten Semestertickets zeigt sich der politische Wille der Jamaika-Regierung Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu begünstigen. Der Koalitionsvertrag verspricht bisher lediglich die Prüfung eines entsprechenden Tickets für Auszubildende.

Dazu Uwe Polkaehn: „Es macht den Eindruck, dass die Landesregierung diejenigen vergisst, die keinen akademischen Abschluss anstreben. Gerade in Zeiten eines Fachkräftemangels im Handwerk, der Pflege und besonders im Hotel- und Gaststättengewerbe, ist es dringend geboten, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung durch ein Azubiticket zu stärken.“


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