Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 17.02.2011

Nein zu den Billigstrategien

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Die Zeitschrift Mitbestimmung befasst sich in seiner jüngsten Nummer damit, wie Leiharbeit die Belegschaften spaltet

„Das ist einfach keine gute Regierung“, sagt der Leiharbeitsexperte und Arbeitsrechtler Peter Schüren und meint, dass die Politik viel zu lange weggeschaut habe, während der Niedriglohnsektor wuchs und Scheingewerkschaften Dumping-Tarife abschlossen. Und so sei das deutsche System der Leiharbeit vor allem gut zu den Unternehmen. Es bringe den Entleihunternehmen einen Kostenvorteil von 30 Prozent – und setze damit massive Anreize, Stammbelegschaften durch Leiharbeitskräfte zu ersetzen. „Derzeit ist das problemlos möglich“, bestätigt die Arbeitsrechtsprofessorin Christiane Brors in einem Interview für diese Ausgabe der Zeitschrift. Dort, wo Leiharbeit einziehe, gehe ein Riss durch die Belegschaften, wie Betriebsräte und Leiharbeitnehmernnen berichteten. Weil die Arbeitnehmer auf einmal Mitarbeiter zweiter Klasse sind, wenn sie sich plötzlich bei der konzerneigenen Leiharbeitsfirma wiederfinden, wie im Frankfurter Klinikum und bei der Caritas der Fall. Aber die haben sich das nicht gefallen lassen, haben Betriebsräte gebildet und die Gerichte angerufen. Und damit Recht bekommen und ihren Stolz zurück.

Nun ist es an der Politik, nicht länger wegzuschauen. Auch die Arbeitgeber sollten sich klarer machen, dass die Vorteile von „Made in Germany“ verloren gehen durch ihre Strategie externer Flexibilisierung. Dazu ein Interview mit dem IG-Metall-Vize Detlef Wetzel in dieser Ausgabe.

Mehr Informationen über diese Ausgabe finden Sie hier: <_a href="http://boeckler.de/107.html" target="_blank">http://boeckler.de/107.html<_/a>


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