Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 26.01.2007

DGB Nord zu den Vorschlägen von Arbeitsminister Döring zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein

Als im Wesentlichen ein Aufguss der bekannten Positionen hat der DGB Nord das heute von Arbeitsminister Uwe Döring vorgestellte Vier-Punkte-Programm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bezeichnet. Es gäbe zwar eine Reihe von guten Ideen, aber nach wie vor verfolge der Arbeitsminister Ansätze, die aus Sicht des DGB nicht zielführend seien und sogar dazu führen könnten, bestehende Probleme zu verschärfen.

Ersteres gelte beispielsweise für Programme, die darauf abzielten, die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen und insgesamt die Qualifizierung der Beschäftigten zu verbessern. „Darüber wird aber leicht vergessen, das viele Unternehmen nach wie vor de facto einen Ausbildungsboykott und keine vernünftige Personalentwicklung betreiben“, sagte der DGB-Nord-Vorsitzende Peter Deutschland heute in Kiel. Er forderte eine Landesinitiative für Personalentwicklung, um Unternehmen zu animieren, sich stärker für den Personalbedarf der Zukunft zu interessieren. Wie man es besser machen könne, das zeige ein Blick über die Grenze zu unserem nördlichen Nachbarn Dänemark.

Ein absoluter Irrweg wäre dagegen die Verlängerung von 1-Euro-Jobs, dies würde die Integration von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt erst recht erschweren. Und ein Widerspruch in sich sei einerseits Dörings Unterstützung für einen Mindestlohn, der aber andererseits weit unter dem von den Gewerkschaften geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 € liegen solle.

Deutschland: „Angesicht von 169.000 geringfügig Entlohnten in Mini- und Midijobs und einer hohen Zahl von Beziehern von Niedrigstlöhnen in Schleswig-Holstein brauchen wir einen anderen Ansatz, der dabei hilft, den freien Fall der Löhne nach unten zu stoppen. Das gehört unbedingt ins Pflichtenheft des Arbeitsministers.“

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Thomas Ritter 

 

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