Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 50/2021 - 14.06.2021

Wandel ist weiblich: Frauenkonferenz des DGB Nord in Lübeck

Gewerkschaftsfrauen fordern finanzielle Aufwertung aller systemrelevanten Berufe

„Wandel ist weiblich: Gute Arbeit in bewegten Zeiten.“ Unter diesem Motto hat am Samstag in Lübeck die Frauenkonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) stattgefunden.

 Die Delegierten diskutierten den durch Ökologie, Ökonomie und Digitalisierung ausgelösten tiefgreifenden Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft und die damit verbundenen Chancen und Risiken für das Berufsleben von Frauen. Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit im Wandel einzufordern und Veränderungen mitzugestalten, ist für die Gewerkschaftsfrauen eine zentrale Aufgabe, um eine geschlechtergerechte Arbeitswelt zu ermöglichen. Zur Bundestagswahl erwarten die Gewerkschafterinnen von den Parteien eindeutige Vorschläge zur geschlechtergerechten Überwindung der Pandemie und die Entschlossenheit, um mit einem „Wumms“ aus der gleichstellungspolitischen Krise zu kommen. Die partnerschaftliche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern ist eine wesentliche Forderung des DGB zur Überwindung von traditionellen Rollenmustern.

Die Gewerkschafterinnen setzten ein deutliches Signal für bessere Bezahlung und mehr Anerkennung für Frauen im Einzelhandel, in der Pflege, im Reinigungsgewerbe und den Erziehungsberufen. In einer Resolution forderten die Delegierten der acht DGB Mitgliedsgewerkschaften eine finanzielle Aufwertung aller systemrelevanten Berufe.

Lisanne Straka, DGB Bezirksfrauensekretärin Nord: „Frauen pflegen Alte und Kranke, sie reinigen Krankenhäuser, sie sitzen an den Kassen, sie betreuen die Kita-Kinder. Und es sind die Frauen, die ihre Familie durch die Pandemie steuern – dank unbezahlter Familienarbeit und oft auf Kosten ihres Einkommens. Corona hat gezeigt, wer den Laden am Laufen hält. Aber vom Klatschen wird niemand satt! “

„Wenn der gesellschaftliche Applaus nachlässt, muss die Stimme der Gewerkschaften umso lauter werden. Wir treten ein für bessere Arbeitsbedingungen, eine gerechtere – und in jedem Fall tarifliche! – Bezahlung gerade in systemrelevanten Berufen“, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende des DGB, Elke Hannack. „Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise belasten berufstätige Frauen am stärksten. Die über ein Jahr anhaltende Ausnahmesituation hat viele Probleme, die zuvor schon existierten, verschärft und ins öffentliche Bewusstsein gerückt.“

Die Pandemie hat mit Homeoffice und Kurzarbeit Spuren bis in den privaten Bereich hinterlassen, betonte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Nord, Ingo Schlüter, in einem Grußwort an die Delegierten. „Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass wir als DGB Nord alle Facetten einer guten Politik für Frauen auf der Agenda haben. Gesellschaftlichen Fortschritt wird es nur mit gleichzeitigem Fortschritt in der Gleichstellung geben.“


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