Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 053 - 30.06.2011
Pressemeldung

Schleswig-Holstein: Gespaltener Arbeitsmarkt

Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen in Schleswig-Holstein liegen im Monat Juni 2011 bei 99.700 Arbeitslosen; das sind 2.400 oder 2,4 Prozent Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. „Diese Zahlen dürfen nicht dazu führen, dass sich Politik und Unternehmen zurück lehnen, weil die Welt in Ordnung scheint“, kommentiert Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Bezirk Nord, die neuesten Daten. Leider, so der DGB Nord, sei die Zahl der über 55 Jährigen Arbeitslosen im genannten Zeitraum um 9,7 Prozent, die Zahl der Schwerbehinderten um 8,8 Prozent und die der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung um 0,6 Prozent gestiegen. „Hier gibt es arbeitsmarktpolitisch noch viel zu tun“. Der Rückgang bei den Qualifizierungen um 3,2 Prozent sei dabei der falsche Weg.

Bei Arbeitslosen mit betrieblicher Ausbildung ist die Arbeitslosigkeit mit 4,2 Prozent überdurchschnittlich hoch zurück gegangen. „Gute Bildung und Ausbildung zahlt sich aus“, betont der DGB Nord.

Nicht angekommen ist die positive konjunkturelle Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen im SGB II-Fürsorgebereich. Ihre Zahl erhöhte sich in einem Jahr um 1,5 %, während die Arbeitslosenzahl im SGB III-Bereich um fast 11 Prozent zurück ging. Inzwischen sind fast zwei Drittel der gemeldeten Arbeitslosen im staatlichen Fürsorgesystem Hartz IV gemeldet.


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Thomas Ritter 

 

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