Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 31.05.2011

Schleswig-Holstein: Konjunktur geht an Älteren und Schwerbehinderten vorbei

Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein insgesamt sinkt, für Ältere und Schwerbehinderte dagegen steigt sie, für Arbeitslose ohne Berufsausbildung stagniert sie und im Hartz IV-System steigt die Arbeitslosigkeit, während im SGB III-Bereich ein Rückgang zu beobachten ist.

3,2 % weniger Arbeitslose in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr ist eine erfreuliche Entwicklung. „Leider geht die konjunkturelle Entwicklung an den älteren und schwerbehinderten Arbeitslosen vorbei“, sagt Uwe Polkaehn, Bezirksvorsitzender des DGB Nord. Die Zahl der 55 – 65 Jährigen Arbeitslosen stieg um 11,7 % und die der Schwerbehinderten um 8,0 %. Ein weiteres Augenmerk ist nach Ansicht des DGB Nord auf die Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsbildung zu legen. Sie stellen zwar fast 45 % aller Arbeitslosen, aber ihre Zahl sank nur unterproportional um 0,5 %. „Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit bzw. trägt zur Verkürzung der Arbeitslosendauer bei“, erklärt der DGB. Die positive Konjunktur hat außerdem den SGB II-Bereich noch nicht erreicht. Hartz IV scheint ein echtes Einstellungshindernis darzustellen. Während die kurzfristig Arbeitslosen im SGB III-Bereich in Schleswig-Holstein um 11,9 % gesunken sind, stieg die Zahl der Arbeitslosen im Fürsorgesystem um 1,0 % an.


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