Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 10.02.2010

Ankündigung der 4. ordentlichen Konferenz des DGB Bezirk Nord

100 Delegierte der Gewerkschaften aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wählen am Sonnabend, 13. Februar 2010 in Lübeck, Media-Docks, einen neuen Bezirksvorsitzenden, der die nächsten vier Jahre an der Spitze von 462.000 norddeutschen Gewerkschaftsmitgliedern stehen wird.

Einziger Kandidat ist der jetzige Lübecker DGB-Regionsvorsitzende Uwe Polkaehn. Er stammt aus Hamm/Westfalen und nach Ausbildung bei der Bahn und dem Abschluss des Studiums (Soziologie, Politik, Pädagogik) begann er 1989 seine Tätigkeit beim DGB in Neumünster. Ab 1990 baute er mit dem scheidenden Vorsitzenden Peter Deutschland den DGB Bezirk in Mecklenburg-Vorpommern auf, bevor er 1999 in die Abteilung Wirtschafts-, Struktur- und Arbeitsmarktpolitik beim DGB Bezirk Nord in Hamburg wechselte. Seit 2003 ist er Vorsitzender der DGB Region Schleswig-Holstein Südost. Polkaehn ist mit einer Lübeckerin verheiratet und hat zwei Kinder.

Höhepunkt des Konferenz-Vormittags ist das Grundsatzreferat des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer und die Diskussion mit Minister Heiner Garg (FDP, Kiel), Ministerin Manuela Schwesig (SPD, Schwerin) und Senator Dietrich Wersich (CDU, Hamburg) zum Thema "Das europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung".

Im zweiten Konferenzteil geben Peter Deutschland und der als stellvertretender Bezirksvorsitzender wieder kandidierende Ingo Schlüter mündliche Geschäftsberichte ab, in denen sie eine politische Bilanz ihrer bisherigen Arbeit ziehen und Perspektiven für die nächste Zeit aufzeigen.

Danach wird sich der zum neuen Vorsitzenden vorgeschlagene Kandidat, Uwe Polkaehn, den Delegierten persönlich vorstellen und die Aufgabenschwerpunkte der kommenden vier Jahre skizzieren.
Der Konferenz liegen insgesamt 31 Anträge zur Beratung vor. In einem gemeinsamen industriepolitischen Antrag der IG Metall und der IG BCE wird eine "nachhaltige Industriepolitik gefordert. Ökonomische Effizienz, soziale Ausgewogenheit und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind Eckpunkte einer solchen Strategie. Mit einer ökologischen Modernisierung der Industriegestalten wir heute die Arbeits- und lebensperspektiven zukünftiger Generationen", heißt es in dem Antrag. Zur Stärkung des industriellen Standorts Norddeutschland werden die Landesregierungen aufgefordert, mit den Gewerkschaften regelmäßig industrie- und verkehrspolitische Gespräche zu führen.

In einem Leitantrag des DGB Bezirksvorstands geht es um die Bekämpfung der Armut. Knapp ein Fünftel der Bevlkerung in Deutschland gilt als arm; durch Renten, die kaum zum Leben ausreichen; durch Niedriglöhne, die keine Familie ernähren können; durch Arbeitslosengeld II, das kaum für den Lebensunterhalt ausreicht. Armutsbekämpfung muss nach Auffassung des DGB mehr sein als nur Fürsorge. Dazu gehören Mindestlöhne und gute Arbeitsbedingungen ebenso wie eine armutsfeste Ausgestaltung der Sozialleistungen.

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Thomas Ritter 

 

Sekretariat: Astrid Lau 

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