Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 23.11.2009

Gewerkschaften im Ostseeraum beraten Auswege aus der Wirtschaftskrise

22 Gewerkschaftsbünde aus 11 Staaten rund um die Ostsee, die in dem Netzwerk BASTUN - Baltic Sea Trade Union Network über 10 Millionen Gewerkschaftsmitglieder vertreten, beraten am 26. November 2009 in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, Wege aus der aktuellen Wirtschaftskrise. Der weltweite Nachfrageeinbruch hat natürlich auch die Unternehmen und Staaten in der Ostseeregion getroffen und seine negativen Spuren auf den Arbeitsmärkten hinterlassen. Der ostseepolitische Sprecher des DGB Bezirk Nord, Helmut Uder, erklärt, "dass die schwere Finanz- und Wirtschaftskrise insbesondere für die drei baltischen Staaten und Polen einen herben Rückschlag im wirtschaftlichen und sozialen Angleichungsprozess zu den westlichen EU-Staaten darstellt. Das Wirtschaftswachstum ist massiv eingebrochen, die Arbeitslosigkeit steigt, zum Teil kürzen die baltischen Staaten rigoros Löhne und Renten und die soziale Lage verschärft sich. In weiten Bereichen gibt es bei Arbeitslosigkeit nur eine minimale Absicherung und die arbeitsmarktpolitischen Instrumente zur Abmilderung der Arbeitslosigkeit, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es in den neuen EU-Staaten weitestgehend nicht". Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in westeuropäischen Ländern gearbeitet haben, blieben jetzt nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer aufgrund der Wirtschaftsflaute arbeitslos und vergrößern die Arbeitslosigkeit.

Auf Initiative des DGB Nord haben sich im Ostseeraum die Gewerkschafts-Dachverbände, Arbeitgeberorganisationen, der Ostsee-Ministerrat und die Ostsee-Parlamentarierkonferenz zusammen geschlossen, um in einem auf drei Jahre angelegten EU-Projekt bis Ende 2011 als Antwort auf die Krise gemeinsam für nachhaltige Arbeitsmärkte zu arbeiten. Die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände als Experten der Arbeitsmärkte, konnten die Regierungen und die Parlamente zur Mitarbeit in dem Projekt überzeugen, da sie von dem Wissen der Wirtschafts- und Sozialpartner profitieren können. So wurde das EU geförderte Projekt BSLN - Baltic Sea Labour Network zu einem Flagschiff-Projekt im Rahmen der EU-Ostseestrategie aufgewertet und stellt europaweit ein einzigartiges Modell der Kooperation von Wirtschafts- und Sozialpartner und Politik dar, um die Krise durch gemeinsame Beratungen zu lösen. Gerade in Zeiten der ökonomischen Krise gewinnt der soziale Dialog zwischen den Partnern am Arbeitsmarkt und der Politik an Bedeutung.

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Thomas Ritter 

 

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