Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 20.12.2010

Girls Day Mädchen-Zukunftstag und JungsTag MV Zwei Aktionstage in Mecklenburg-Vorpommern für Mädchen und Jungen

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Gemeinsame Pressemitteilung der Parlamentarischen Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord und der Vereinigung der Unternehmensverbände M-V e. V.

Neben dem traditionellen Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag am 14. April 2011 wird es in Mecklenburg-Vorpommern künftig auch einen eigenen Aktionstag für Jungen geben. Dies hat die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD), in Absprache mit den betroffenen Ressorts der Landesregierung gemeinsam mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern vereinbart. Der erste „JungsTag MV“ wird am 5. Oktober 2011 stattfinden. Schüler ab der fünften Klasse können an diesem Tag auch soziale Berufe kennenlernen und sich vor allem über die spätere Berufs- und Lebensplanung austauschen. Den Schulen werden dafür entsprechende Konzepte bereitgestellt. Seemann: „Ich freue mich, dass es in Mecklenburg-Vorpommern dank der engen Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und den Wirtschafts- und Sozialpartnern gelungen ist, neben dem Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag im April einen eigenständigen ‚JungsTag MV‘ ins Leben zu rufen. Der Girls‘ Day - Mädchen-Zukunftstag hat sich bereits zu einer Marke etabliert, mit der wir Vorzeigeland im Bund sind. Auch mit dem ,JungsTag MV‘ werden wir bundesweit ein Zeichen setzen.“

Die Geschäftsführerin für Bildungspolitik bei der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Ute Thomas, führt aus: „Der ,JungsTag MV‘ bietet vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels die Möglichkeit, auch den Jungen spezielle Berufsangebote näher zu bringen. An dem Tag können Berufsorientierungs-Angebote in ausgewählten Betrieben aller Branchen mit ‚Kompetenzgesprächen für Jungen‘ verbunden werden. Interessant dürften dabei auch die beruflichen Chancen in eher frauentypischen Berufen sein. Wichtig ist uns, dass wir die Möglichkeit haben, vor Ort geschlechtersensible Angebote zur Zukunftsplanung zu unterbreiten. Jungen sollen dabei individuelle Berufs- und Lebenspläne entwickeln. An Lehrerinnen und Lehrer, an Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter aber auch an Unternehmen wenden sich Konzepte in Form von Modulen bzw. Unterrichtsideen zur Kompetenzentwicklung bei Jungen, zur geschlechterspezifischen Vermittlung von Berufsbildern, zum Aufbrechen von Rollenbildern und zur speziellen Erlebnispädagogik. Unsere wichtigsten Partner des Projektes sind dabei die regionalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT.“

Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord, ergänzt: „Berufswahl ist nie geschlechtsneutral. Deshalb war es uns sehr wichtig, den erfolgreichen Girls’ Day eigenständig zu erhalten. Bereits mit unserer Fachkonferenz „Girls’ Day für alle?!“ haben die Sozialpartner im September darauf hingewiesen, dass die von der Bundesfamilienministerin beabsichtigte Zusammenlegung mit einem Boys’ Day fachlich und methodisch unzulässig ist. Jungen und Mädchen durch geschlechterspezifische Angebote neue Berufs- und Lebenswege zu eröffnen, ist unser Anliegen in der schulischen und außerschulischen Berufsorientierung.“

Die Parlamentarische Staatsekretärin, Dr. Margret Seemann, bittet die hiesigen Unternehmen, Schulleitungen und Eltern um weiterhin tatkräftige Unterstützung: „Beim Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag und beim ,JungsTag MV‘ geht es nicht nur um die Berufsplanung junger Menschen. Es geht auch um die Lebensplanung der nachfolgenden Generation. Ebnen wir dieser Generation den Weg, eröffnen wir ihnen neue Perspektiven!“

Der Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag und der ,JungsTag MV‘ sind ein Projekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. und des DGB Nord und werden gefördert aus Mitteln der EU und des Landes. Unterstützt werden sie in Mecklenburg-Vorpommern von einem breiten Aktions­bündnis aus 18 regionalen Arbeitskreisen, in denen u.a. Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Hochschulen des Landes, die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, die Arbeitsagenturen, die Industrie- und Handwerkskammern vertreten sind.


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