Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 21.05.2000

DGB: JUMP muss weiterspringen

Das Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sei erfolgreich und müsse fortgesetzt werden, erklärte der Vorsitzende des Landesbezirks NORD des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Peter Deutschland. Über 10.000 Massnahmen habe es im Norden Deutschlands gegeben, die sehr flexibel und individuell auf die Bedürfnisse der jungen Menschen eingegangen sein.

"Das was dort begonnen wurde, muss fortgesetzt werden", so der DGB-Chef in Richtung Bündnis für Arbeit in Bonn. Wichtig sind nach Auffassung des Gewerkschaftsbundes zwei Akzente. Die offizielle Arbeitsmarktstatistik erfasst das Problem Jugendarbeitslosigkeit nur unzureichend. Aufgrund des Programms hätten sich wesentlich mehr Jugendliche gemeldet als zu erwarten war. Darüber hinaus gibt es die Erkenntnis, dass die jungen Menschen wesentlich engagierter und flexibler auf die Angebote reagiert hätten, als Skeptiker erwartet hatten. Es habe nur in Ausnahmefällen eine Verhängung von Sperrfristen gegeben.

Problematisch sei, so Deutschland, dass die Unternehmen ihrer Pflicht zur Ausbildung nur unzureichend nachkommen. "Obwohl die Arbeitgeber beispielsweise in Schleswig-Holstein ihre Bereitschaft erklärt haben, ihr Ausbildungsplatzkontingent gravierend zu erhöhen, geschieht tatsächlich so gut wie nichts." Im letzten Monat seien es gerademal 70 zusätzliche Ausbildungsplätze gewesen. Für die Bereiche der Informationstechnologie gibt es zur Zeit doppelt so viele Bewerber wie Ausbildungsplätze. Hauptursache in diesem Bereich sei das geringe Angebot an Ausbildungsplätzen, nicht die erhöhte Nachfrage. Die Wirtschaft laufe Gefahr, einen wichtigen Zukunftszweig zu verschlafen.

Dem Sofortprogramm solle ein Fortsetzungsprogramm folgen, das mittelfristig in einer Reform der beruflichen Bildung münden muss. Es sei auf Dauer nicht hinnehmbar, dass mit hohem materiellen Aufwand der Staat die Massnahmen des dualen Systems ersetzt. In Mecklenburg-Vorpommern bilde nur noch jeder dritte Betrieb aus. Dieser Trend müsse gestoppt werden, so Peter Deutschland.

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Thomas Ritter

 

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