Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 039 - 25.04.2012

Girls’Day – Mädchenzukunftstag am 26. April: Einblick in attraktivere Berufe

Mehr als 300 Veranstaltungen in Unternehmen, Verwaltungen und Hochschulen vorbereiten

Mehrere tausend Mädchen sind am Donnerstagmorgen nicht auf dem Weg in ihre Schulen. Sie folgen am 10. Girls´Day-Mädchenzukunftstag in Mecklenburg-Vorpommern der Einladung zu mehr als 300 Veranstaltungen in Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Behörden und Verbänden. Die Schülerinnen nutzen den Tag, um einen Blick in gewerblich-technische Berufe und naturwissenschaftliche Studienrichtungen zu werfen. Dabei lernen sie auch Auszubildende und Studierende in eher frauenuntypischen Berufs- und Wissenschaftsfeldern kennen und können sich zum Beispiel vor Ort in einem der technischen Berufe ausprobieren. Der thematische Schwerpunkt des diesjährigen Girls´Days liegt auf Berufen im Bereich der erneuerbaren Energien.

„Es ist uns ganz wichtig, dass die Schülerinnen frühzeitig ermutigt werden, sich auch über ungewohnte Berufe oder Studienrichtungen zu informieren“, erklärt Dr. Ute Messmann, Bildungsexpertin der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V.. „Gerade technische Berufe bieten vielen jungen Frauen hervorragende berufliche Chancen und ein attraktives Einkommen. Mädchen sollten sich da nichts vergeben und bereits in ihrer Schulzeit vieles ausprobieren. So können sie ihren Horizont erweitern, um später eine sichere Berufswahl zu treffen.“ 

Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzende des DGB Nord, zum diesjährigen Schwerpunkt des Girls´ Day: „ Die Energiewende ist mehr als das bloße Abschalten von Atomkraftwerken. Die Anzahl der Beschäftigten wird sich in der Erneuerbare-Energien-Branche in Mecklenburg-Vorpommern bis 2020 vervierfachen. Der Arbeitsmarkt ist zukunftsfähig, bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und Jobs vor Ort. Allerdings profitieren Frauen noch zu wenig vom Beschäftigungsboom. Am Girls’Day können sich Mädchen unter anderem bei der Auftaktveranstaltung bei den Stadtwerken Grevesmühlen über vielfältige berufliche Perspektiven überzeugen.“

Neben den Informationsangeboten vieler kleiner und mittlerer Betriebe aus Industrie, Handwerk und IT-Branche warten auch die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in diesem Jahr mit über 300 Schnupperplätzen für die Mädchen auf. Schülerinnen können den Tag dort als Meeresforscherin, Biochemikerin oder Geoinformatikerin erleben und vielleicht Lust bekommen auf ein naturwissenschaftliches Studium an der entsprechenden Hochschule.

Der Girls'Day  hat sich in Deutschland zu einem wichtigen Baustein der Berufs- und Studienorientierung entwickelt und ist in Mecklenburg-Vorpommern besonders erfolgreich. Dieser Tag reiht sich ein in eine breite Palette von berufsorientierenden Maßnahmen an den Schulen. Besonders gut gelingt der Girls'Day dort, wo er in den Schulkonzepten festgeschrieben ist und Schulen mit regionalen Unternehmen eng zusammenarbeiten.

Hintergrund:

Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag ist eine bundesweite Aktion zur Orientierung von Mädchen in Berufen und Studienrichtungen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sowie zum Kennenlernen von Frauen in Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft. Er findet jährlich am vierten Donnerstag im April statt.

In Mecklenburg-Vorpommern wird dieser Aktionstag durch ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. und des DGB Bezirk Nord koordiniert, gefördert aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds.

Anders als in anderen Bundesländern wird für Jungen in Mecklenburg-Vorpommern ein gesonderter Tag gestaltet. Der nächste JungsTagMV findet am 19. September 2012 statt.

 

Dr. Ute Messmann ist Geschäftsführerin für Bildungspolitik bei der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV) und Geschäftsführerin des Bildungswerkes der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V..

Die VUMV ist die Dachorganisation von 27 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in Mecklenburg-Vorpommern und zugleich Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Die VUMV-Mitgliedsverbände repräsentieren mit ihren zirka 3.800 Mitgliedsunternehmen und rund 185.000 Arbeitnehmern über 40 Prozent aller Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ab einer Größe von 10 Mitarbeitern.

Ingo Schlüter ist stellvertretender Vorsitzende des DGB Bezirk Nord.

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Zum DGB gehören acht Mitgliedsgewerk-schaften.

Kontakt:

Christiana Lemke                                                                             Rüdiger Dohse

Bildungswerk der Wirtschaft MV e. V.                                            DGB Nord

Torfsteg 11                                                                                         Dr. Külz-Str. 18

17033 Neubrandenburg                                                                  19053 Schwerin

Tel.: 0395-4307719                                                                          Tel.: 0385-7587092

Fax: 0395-4307711                                                                          Fax: 0385-7587092

girlsday@vumv.de                                                                            girlsday-mv@dgb.de

http://www.girlsday-mv.de

 


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Besenbinderhof 60
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