Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 043 - 19.04.2013

Es gibt Wichtigeres als die A 20

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) lehnt eine einseitige Fixierung der Verkehrsplanung auf den Ausbau der Autobahn A 20 ab. Der Versuch einzelner Unternehmer, per Volksbegehren die Landes- und Bundesmittel auf die Autobahnerweiterung in fünf Jahren bis nach Glückstadt zu konzentrieren, sei ein „Irrweg“, sagte DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn. Es gebe zahlreiche Straßen, vor allem aber auch Bahnstrecken und Verbesserungen für Pendler, die nicht zugunsten der A 20 vernachlässigt werden dürften.

„Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben. Wer sein Geld allein in Autobahnkilometern anlegt, mag zwar den Beifall der Speditionsbranche erhalten – aber es gibt zahlreiche Vorhaben, die ebenso wichtig oder sogar noch wichtiger sind als Laster, die durch Schleswig-Holstein donnern: Vom Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in der Metropolregion Hamburg über zahlreiche Bahnstrecken im Norden und Osten über die Ertüchtigung maroder Landes- und Kreisstraßen bis zum Ausbau der Hafenanbindungen und der Instandsetzung des Nord-Ostsee-Kanals. Die Länder haben in der „Ahrensburger Liste“ die nötigen Aufgaben formuliert. Es ist bedauerlich, dass mit Dietrich Austermann ein ehemaliger Verkehrsminister eine völlig egoistische Autobahnkampagne ins Leben ruft. Die Landesregierung sollte sich von diesem Zirkus nicht beeindrucken lassen“, so Uwe Polkaehn.

Allein in der Metropolregion Hamburg lebten 4,2 Millionen Menschen, von denen schon heute täglich Hunderttausende nach Hamburg einpendeln – auch in ländlichen Regionen müsse der Öffentliche Nahverkehr flexibler und individueller gestaltet werden, so der DGB Nord. Schon durch den Anschluss der A20 an die A7 ergäben sich für die Speditionen und Unternehmen große Vorteile, der weitere Autobahnausbau auch über Elbe hinweg müsse Schritt für Schritt und nach Fahrplan erfolgen.

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 


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Thomas Ritter 

 

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