Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/2019 - 28.03.2019
DGB kämpft gegen steigende Mieten

Erfolgreicher Aktionstag für mehr bezahlbare Wohnungen in Lübeck

Die Mieten in den Ballungsräumen im Norden steigen und steigen. Bezahlbare Wohnungen sind für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Mangelware. Darauf hat der DGB mit mehreren Veranstaltungen und Aktionen unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ hingewiesen. Zentrum der Aktionen für den Norden war die Hansestadt Lübeck. Vor dem Holstentor dokumentierten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Ortsschildern die Mietsteigerungen der vergangenen Jahre, im „mobilen Wohnzimmer“ vor dem Rathaus sprachen Passanten über ihre Ideen vom Wohnen und Leben in Lübeck. Eine Diskussionsveranstaltung u. a. mit DGB Vorstandsmitglied Stefan Körzell in den Media Docks bildete den Abschluss des Aktionstages. Sämtliche Aktivitäten waren Teil des DGB-Zukunftsdialogs mit bundesweit hunderten Aktionen und Veranstaltungen.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord: „Wohnen ist die neue soziale Frage. Immer mehr Menschen können sich ausreichenden Wohnraum nicht mehr leisten, müssen über 30 oder sogar 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete aufwenden. Es kann nicht sein, dass Lohnerhöhungen eins zu eins an den Vermieter gehen. Allein in Kiel und Lübeck fehlen zusammen über 40.000 bezahlbare Wohnungen. Bund, Länder und Kommunen müssen deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um mehr bezahlbare Wohnungen zu schaffen.“

Wie dramatisch in norddeutschen Städten die Angebotsmieten seit 2014 gestiegen sind, zeigten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf Ortsschildern. In Rostock um 18 Prozent, in Kiel um knapp 16 Prozent und in Hamburg um 14 Prozent. Um diesen Trend zu stoppen, fordert der DGB die Mittel für sozialen, bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnungsbau massiv zu erhöhen.

Uwe Polkaehn: „Außerdem müssen mietrechtliche Instrumente wie Mietpreisbremse oder Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen besser ausgeschöpft werden. Dass die Mietpreisbremse wirkt, haben verschiedene Studien nachgewiesen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Regierungskoalition in Schleswig-Holstein dieses Instrument abschaffen will.“

Weitere Informationen:

Das fordert der DGB für bezahlbaren Wohnraum: https://www.dgb.de/-/Cyf Wie die Bundesländer das Mietrecht nur lückenhaft umsetzen: https://www.dgb.de/-/1oN

Beim DGB-Zukunftsdialog spricht der DGB in den kommenden Jahren vor Ort und online mit den Menschen in Deutschland über die Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen – vom angespannten Wohnungsmarkt über neue Arbeitszeitmodelle bis hin zu Verkehrskonzepten für die Zukunft. Der DGB fragt, was die Menschen in Deutschland bewegt. Wie stellen sie sich gute Arbeit und ein gutes Leben vor? Die Aktionswoche vom 25. bis 29. März ist der bundesweite öffentliche Auftakt zum Zukunftsdialog. In den kommenden Jahren folgen in ganz Deutschland hunderte weitere Veranstaltungen. Online läuft die Debatte zum Zukunftsdialog unter www.redenwirueber.de

 


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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Thomas Ritter 

 

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