Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 104 - 09.11.2011

Ostsee-Konferenz in Hamburg: Gemeinsamen Arbeitsmarkt entwickeln

Hochrangige Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter sowie Politiker aus allen EU-Ostseestaaten (Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland) sowie aus Norwegen und Russland treffen sich unter der Schirmherrschaft des deutschen Außenministeriums am 15. und 16. November 2011 zu einer Konferenz im Grand Elysee Hotel in Hamburg. Mit dieser Konferenz wird das EU geförderte Projekt BSLN – Baltic Sea Labour Network nach dreijähriger Laufzeit beendet.

Im Rahmen dieses Projekts berieten die Vertreter von 26 Organisationen – aus Deutschland waren der DGB Bezirk Nord, der Arbeitgeberverband Nordmetall und das Bildungswerk der Wirtschaft Hamburg dabei -  die Zukunft der Arbeitsmärkte in der Ostseeregion. Der Soziale Dialog, Migration und Arbeitnehmermobilität, der Einfluss der demografischen Entwicklung auf den Arbeitsmarkt und Fragen der Aus- und Weiterbildung standen im Mittelpunkt der Beratungen.

Die Initiative zu diesem Ostseeprojekt ging vom DGB Bezirk Nord aus. Es wurde dann in enger Abstimmung mit Nordmetall ausgearbeitet. Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Bezirk Nord und zuständig für die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern: „Dieses Projekt ist das einzige sozialpartnerschaftliche Projekt in der Ostseeregion und deshalb zu Recht von der EU Kommission zu einem Leuchtturmprojekt ernannt worden. Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Politik in der Ostseeregion haben wieder einmal unter Beweis gestellt, dass die Ostseeregion eine europäische Modellregion ist“.

In dem Projekt wurde das „Forum für den Sozialen Dialog in der Ostseeregion“ entwickelt. In diesem Forum werden Gewerkschaften, Arbeitgeber, Regierungsvertreter und Parlamentarier gemeinsam aktuelle arbeitsmarktpolitische Probleme erörtern und Lösungsvorschläge unterbreiten. Damit wird der Soziale Dialog in der Ostseeregion zu einem wichtigen Instrument, die Arbeitsmärkte und die Wettbewerbsbedingungen für die Unternehmen fair zu gestalten.  Das insbesondere zwischen den alten und neuen EU-Mitgliedsstaaten bestehende Gefälle bei Einkommen und Sozialstandards soll nicht zu Lohn- und Sozialdumping und zum Aushebeln von Tarifverträgen führen. Das Sekretariat dieses Forums wird beim Ostsee-Ministerrat in Stockholm angesiedelt werden.

Die BSLN-Konferenz in Hamburg wird vom DGB Nord Chef Uwe Polkaehn und dem Geschäftsführer von Nordmetall, Dr. Thomas Klischan, sowie Arbeitssenator Detlef Scheele eröffnet.

 


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Thomas Ritter

 

Sekretariat: N.N.