Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 057 - 17.05.2013

Die Weiterbildungsverbünde müssen bleiben

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) fordert den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Ralph Müller-Beck, auf, seinen absurden Alleingang zur Beseitigung der Weiterbildungsverbünde in Schleswig-Holstein zu beenden. „Lebenslanges Lernen ist angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger. Die Weiterbildungsverbünde und ihre Beratungsstellen leisten eine unverzichtbare Arbeit. Über Modernisierungen kann man reden, aber nicht über Exekutionen“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord.

Das Angebot werde vor allem genutzt von Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder Arbeitnehmern, die sich beruflich umorientieren müssen, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder weil ihr Betrieb von Insolvenz bedroht ist. „Die personenbezogene und neutrale Beratung hilft Arbeitslosen und Beschäftigten in Krisensituationen. Gerade Geringqualifizierte würden die Leidtragenden eines Kahlschlagplans sein“, sagte Polkaehn.

Maßnahmen zur Weiterqualifizierung, politische und fachliche Bildung wie Angebote zur Alphabetisierung seien weiterhin dringend nötig: „Man kann Menschen in Not die persönliche Beratung nicht verweigern und sie auf PC und Internet verweisen.“

Polkaehn begrüßte die Ankündigungen von SPD, GRÜNEN und SSW, im Dialog mit allen Beteiligten Lösungen zu finden, damit trotz des Wegfalls europäischer Fördermittel die vielfältigen Weiterbildungsangebote im Land gesichert und deren Vernetzung auch weiterhin gewährleistet werden. Dies umfasse insbesondere die Kommission Weiterbildung.

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 


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Thomas Ritter 

 

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