Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 04.01.2011

Licht und Schatten auf dem Arbeitsmarkt im Norden

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Im Vergleich zum Dezember 2009 ist die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein um 3,8 %, in Mecklenburg-Vorpommern um 3,6 % und in Hamburg um 11,4 % gesunken. „Wir freuen uns, dass die Arbeitslosigkeit bei den jüngeren Menschen bis 25 Jahren überdurchschnittlich hoch zurück gegangen ist (Schleswig-Holstein ./. 11,8 %, Mecklenburg-Vorpommern ./. 7,8 % und Hamburg ./. 30,6 %). Es war das erklärte Ziel aller politisch Verantwortlichen, die Arbeitslosigkeit Jüngerer zu bekämpfen. Die andere Seite der Medaille ist, dass die Arbeitslosigkeit der über 55 Jährigen gestiegen bzw. minimal rückläufig ist (Schleswig-Holstein + 13,5 %, Mecklenburg-Vorpommern + 6,5 % und Hamburg ./. 1,2 %). Der angebliche Fachkräftemangel, die demografische Entwicklung mit älter werdenden Belegschaften ist in der betrieblichen Wirklichkeit des Nordens noch nicht angekommen“, kommentiert Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Bezirk Nord, die aktuellen Dezember-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Ein Vergleich der Entwicklung des SGB III – Bereichs (Arbeitslosengeld I) und des SGB II – Fürsorgebereichs (Hartz IV) mit dem Vorjahresmonat zeigt, dass die Rückgänge im SGB III höher sind als im SGB II. Während die Arbeitslosen im SGB III – Bereich in Hamburg um 18,9 & auf 19.939 zurück gingen, verringerte sich die Zahl im Hartz IV – System nur um 7,9 % auf 48.395. In Schleswig-Holstein wurden im Jahresvergleich im SGB III insgesamt 5 ,0 % weniger (36.336) und im SGB II nur 3,1 % (67.636) weniger Arbeitslose registriert. In Mecklenburg-Vorpommern sank die Zahl im SGB III um 1,4 % auf 34.232 und im SGB II um 4,5 % auf 75.574 Arbeitslose. „Mit der zunehmenden Dauer der Arbeitslosigkeit verringern sich die Chancen auf Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Je länger die Arbeitslosigkeit anhält, desto mehr werden berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten entwertet. Hier muss die aktive Arbeitsmarktpolitik ansetzen, um die Vermittlungschancen der längerfristigen Arbeitslosen zu verbessern“, sagt Uwe Polkaehn.

Licht und Schatten sieht der DGB Bezirk Nord gleichfalls in der grundsätzlich erfreulichen Zunahme der Beschäftigtenzahl. Bei Zuwächsen an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen im Jahresvergleich von 1,8 % in Schleswig-Holstein, 0,6 % in Mecklenburg-Vorpommern und 1,9 % in Hamburg nahm die Zahl der Leiharbeitnehmer extrem stark zu: In Schleswig-Holstein um 22,8 %, in Mecklenburg-Vorpommern um 15,7 % und in Hamburg um 17,8 %. Damit gibt es in Schleswig-Holstein 15.200, in Mecklenburg-Vorpommern 10.900 und in Hamburg 30.700 Leiharbeitnehmer.

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