Deutscher Gewerkschaftsbund

19.11.2020
Aktionswoche zum Internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen

Mach mit! Sag "NEIN ZU GEWALT AN FRAUEN"

Nein zu Gewalt an Frauen

DGB

Körperliche oder sexuelle Gewalt gehört auch in Deutschland zur alltäglichen Erfahrung von Frauen. Ab heute startet eine "Aktionswoche zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen", an der wir uns beteiligen und mit der wir auf diesen Missstand aufmerksam machen wollen.
 
Körperliche und seelische Verletzungen von Frauen sind weltweiter Alltag – ebenso wie der Kampf von Frauen dagegen. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland allein bei den Straftaten der Partnerschaftsgewalt insgesamt über 141.000 Opfer von vollendeten und versuchten Delikten angezeigt. Gegenüber 2018 ist die Anzahl der Opfer partnerschaftlicher Gewalt erneut angestiegen, was die in den Vorjahren festgestellte Entwicklung bestätigt. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch verschärft. Aber auch Belästigungen, Mobbing und Gewalt am Arbeitsplatz sind Verletzungen der Menschenrechte und mit menschenwürdiger Arbeit unvereinbar.

Wir wollen das Schweigen brechen!
Darum beteiligt euch an der Mitmachaktion!

Am Ende dieser Seite gibt es Aktionsplakate zum Download.

Schickt uns eure Fotos mit einem der Plakate oder eurem ganz eigenen Statement.
Oder postet euren eigenen Beitrag auf facebook und informiert uns über die Erwähung @DGBNord. Euer Beitrag wird dann auch nochmal über DGB Frauen gepostet.

 

Elke Hannack

DGB

„Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat 2019 mit ihrer „Konvention 190“ erstmals ein Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz beschlossen, das eine weltweit gültige Definition von sexueller Belästigung und Gewalt festgelegt. Und die bezieht sich nicht allein auf den Arbeitsplatz, sondern auf die Arbeitswelt insgesamt.

 Diese Konvention muss jetzt rasch in der Lebenswelt der Menschen ankommen, denn nur so können sich Männer und Frauen besser gegen Gewalt und sexuelle Übergriffe in der Arbeitswelt wehren.

Allerdings sind dabei einige Hürden zu nehmen: Die EU-Mitgliedsstaaten müssen das Übereinkommen ratifizieren. Damit sie dies aber überhaupt können, muss die EU, sprich der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs, sie dazu ermächtigen. Doch weil einige Länder, nämlich Bulgarien, die Slowakei und Ungarn, die Beschlussfassung in diesem Rat blockieren, liegt das Verfahren insgesamt auf Eis.

Diese Blockade muss aufgebrochen werden: Gerade die COVID 19-Krise hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht um insbesondere Frauen vor Gewalt zu schützen. Die EU muss endlich Flagge zeigen und mit gutem Beispiel vorangehen“


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