DGB Nord begrüßt Fokus auf Gute Arbeit und starke Wirtschaft – vor dem Saal Aktion zum Thema Arbeitszeit

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Ordnungsnummer PM 06

Dachzeile Landesparteitag der SPD in Büdelsdorf

Beim Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD in Büdelsdorf am Samstag wollen die Delegierten einen Leitantrag verabschieden, der Gute Arbeit und eine starke Wirtschaft ins Zentrum des künftigen politischen Handelns stellt. Der DGB Nord begrüßt diesen inhaltlichen Fokus. 

Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord: „Vieles von dem, was im Leitantrag steht, findet unsere Zustimmung. Schleswig-Holstein braucht dringend eine aktive Industriepolitik, die gute, tariflich abgesicherte und mitbestimmte Arbeitsplätze sichert und ausbaut. Gute Arbeit ist kein ,Nice-to-have, sie ist die Grundlage für die Zukunft unseres Landes. Im Zentrum muss die konsequente Stärkung der Tarifbindung stehen, denn die Löhne und Gehälter in Schleswig-Holstein sind zu niedrig. Wenn die Nachfrage anzieht, kommt auch die Wirtschaft wieder in Fahrt.“ 

Wichtig sei auch der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien. „Das Land hat in Kooperation mit den anderen norddeutschen Bundesländern das Zeug zur weltweit sichtbaren Modellregion. Wir können zeigen wie eine zuverlässige, bezahlbare, klimaneutrale Energieversorgung mit Guter Arbeit und Wertschöpfung einhergeht“, so Pooth

Die Gewerkschafterin wird sich auf dem Landesparteitag persönlich von der langjährigen Landesvorsitzenden Serpil Midyatli verabschieden. „Serpil Midyatli ist für uns eine verlässliche und geschätzte Verbündete für Gute Arbeit, starke Tarifbindung und soziale Gerechtigkeit. Auch wenn sie nicht erneut kandidiert, bleibt sie eine wichtige Stimme für die Interessen von Beschäftigten und Gewerkschaften im Norden – dafür danken wir ihr von Herzen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Der neu gewählte SPD-Landesvorsitzende, Ulf Kämpfer, steht für eine Politik, die das Leben der Menschen einfacher, bezahlbarer und gerechter machen will – mit einem klaren Blick auf bezahlbaren Wohnraum, auf faire Chancen für alle, und auf ein Schleswig-Holstein, in dem niemand abgehängt wird. Wir freuen uns darauf, diese Ziele gemeinsam zu verfolgen.“

Am Rande des Landesparteitags wird der DGB Nord die Delegierten dazu auffordern, sich für die Beibehaltung des 8-Stunden-Tags einzusetzen. „Wir Gewerkschaften werden nicht zulassen, dass die Ursachen der Wirtschaftsflaute den Beschäftigten in die Schuhe geschoben werden. Die Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit löst keines der aktuellen Probleme der deutschen Wirtschaft“, so Pooth abschließend.

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