Der DGB und seine Gewerkschaften haben sich heute in der dritten Runde mit der Landesregierung auf einen Kompromiss zur Anpassung der Besoldung und Versorgung für die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern verständigt. Die Vorsitzende des DGB Nord, Laura Pooth, erklärt hierzu: „Die Landesregierung hält Wort. In der Koalitionsvereinbarung wurde die zeit- und systemgerechte Übertragung der Tarifergebnisse zugesagt. Der DGB begrüßt, dass dies kurzfristig noch vor der Landtagswahl im September 2026 umgesetzt werden soll. Hierfür müssen nun alle Akteure an einem Strang ziehen.“
Die Verständigung umfasst folgende Punkte:
- Die Besoldungstabellen werden ab dem 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro monatlich, erhöht. Ab dem 1. März 2027 wird die Besoldung um weitere 2,0 Prozent und ab dem 1. Januar 2028 um weitere 1,0 Prozent erhöht. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Höhe der Versorgung.
- Die Bezüge der Anwärterinnen und Anwärter werden ab dem 1. April 2026 um einen Festbetrag in Höhe von 60 Euro, ab dem 1. März 2027 um einen weiteren Festbetrag in Höhe von 60 Euro und ab dem 1. Januar 2028 um einen weiteren Festbetrag in Höhe von 30 Euro erhöht.
- Die Stellenzulagen, die Erschwerniszulagen und die Mehrarbeitsvergütungen werden dynamisiert und entsprechend der linearen Anpassungen erhöht. Für die Erschwerniszulagen erfolgt dies erstmalig.
- Die Landesregierung plant noch im Jahr 2026 eine Weiterentwicklung der Erschwerniszulagenverordnung, die weitere Verbesserungen insbesondere für die Beamtinnen und Beamten der Polizei, des Justizvollzuges und der Feuerwehr enthalten soll. Hierzu soll im April eine erste Gesprächsrunde stattfinden.
- Die Prüfung und Herstellung einer amtsangemessenen Alimentation auf Basis der Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Berliner A-Besoldung ist nicht Gegenstand der Verständigung. Die hierfür notwendigen Prüfungen sind aktuell noch nicht abgeschlossen. Hierzu sollen ab Ende April 2026 weitere Gespräche zwischen der Landesregierung und den Gewerkschaften stattfinden.
Laura Pooth: „Neben der Umsetzung der prozentualen Erhöhungen war dem DGB und seinen Gewerkschaften wichtig, insbesondere für die stark belasteten Bereiche der Polizei und der Feuerwehr zu tatsächlichen Verbesserungen zu kommen. Auf unser Drängen hin hat die Landesregierung zugesagt, hier noch im April 2026 in weitere Gespräche einzusteigen.“
Seitens des DGB nahmen an den Gesprächen Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften GdP, GEW und ver.di teil.