Gemeinsam gegen Sozialkürzungen und Jobabbau – unsere Jobs sind wichtiger als eure Profite

Datum

Ordnungsnummer PM 24

Dachzeile DGB Nord zum 1. Mai

• Investitionen statt Kürzungspolitik

• Wohlstand gerechter verteilen – Superreiche besteuern

• Arbeitsplätze sichern und Sozialstaat verbessern

Am 1. Mai gehen der DGB Nord und seine Mitgliedsgewerkschaften in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg mit 22 Veranstaltungen auf die Straße. Das Motto: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“.

Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen Beschäftigte mehr leisten, länger arbeiten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.

Der DGB Nord stellt klar: Die Beschäftigten tragen nicht die Verantwortung für Krisen, Managementfehler oder fehlende Investitionen. Sie halten die Wirtschaft am Laufen – Tag für Tag. Deshalb gilt: Arbeitsplätze sichern, in Zukunft investieren, Sozialstaat rund um Rente und Gesundheit verteidigen. Verantwortung gehört dorthin, wo Gewinne entstehen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zeigt ein klares Muster: Die Transformation der Wirtschaft wird zu oft nicht für gute Arbeit genutzt, sondern geht mit Stellenabbau, Verlagerungen und steigendem Druck in den Betrieben einher. Während die Gewinne der Unternehmen sprudeln, wächst die Unsicherheit der Beschäftigten.

Auch im Norden türmen sich Vermögen bei einigen Super-Reichen, während gleichzeitig Stellen gestrichen und Beschäftigte unter Druck gesetzt werden. Den Rekord-Dividenden der Aktionäre stehen Stellenabbau, wachsende Unsicherheit und leere öffentliche Kassen gegenüber. Während Vermögen weiter wächst, kämpfen Beschäftigte um Jobs, Einkommen und ihre Zukunft.

Laura Pooth, Vorsitzende DGB Nord: „Der Sozialstaat soll zum Sparobjekt gemacht werden. Täglich kursieren neue irrwitzige Kürzungsvorschläge. Beschäftigte werden zusätzlich abgewertet – als zu teuer, zu krank oder zu wenig belastbar. Das gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Statt bei Rente und Gesundheit den Rotstift anzusetzen, müssen hohe Vermögen endlich stärker besteuert werden. Wir brauchen die Vermögenssteuer.“

Daniel Taprogge, stellvertretende Vorsitzende des DGB Nord: „Eine starke Demokratie braucht gute Arbeit, faire Chancen und soziale Sicherheit für alle. Wenn Wohnen unbezahlbar wird, Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden und soziale Spaltung wächst, gerät unsere Gesellschaft aus dem Gleichgewicht. Wir brauchen Investitionen in Bildung, Ausbildung und bezahlbares Wohnen statt Kürzungen und Ausgrenzung.“

Der DGB ruft Beschäftigte, Auszubildende und Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den Demonstrationen und Kundgebungen rund um den 1. Mai zu beteiligen – für Gerechtigkeit, gute Arbeit und sozialen Zusammenhalt. 

Rednerinnen und Redner bei Kundgebungen im Bezirk Nord sind u.a.:

  • Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin M-V, Rostock Kastanienplatz
  • Anja Piel, DGB -Vorstandsmitglied, Rostock Kastanienplatz
  • Laura Pooth, Vorsitzende DGB Nord, Kiel Rathausplatz
  • Daniel Taprogge, stellv. Vorsitzender DGB Nord, Neubrandenburg
  • Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste, am Gewerkschaftshaus Flensburg
  • Guido Zeitler, Bundesvorsitzender NGG, Fischmarkt Hamburg

 

hier finden Sie eine Übersicht der Veranstaltungen des DGB Nord zum 1. Mai.

zurück