Landesregierung muss Zeichen setzen

Kurs halten statt Kurs streichen

Datum

Ordnungsnummer PM 05

Dachzeile Kein Zulassungsstopp für Integrationskurse durch den Bund

Als “katastrophal” bezeichnet Daniel Taprogge, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord, die angekündigten Einsparungen bei Integrations- und Sprachkursen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

„Ich fordere die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für die Rücknahme dieser Kürzungen starkzumachen. Sprach- und Integrationskurse sind kein freiwilliges ‚nice-to-have‘, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Einwanderungsgesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kürzungen erschweren den Einstieg und sorgen für soziale Isolation“, so Taprogge weiter. 

Aus Sicht des DGB Nord droht die Bundesregierung damit, zentrale Grundlagen für erfolgreiche Integration, soziale Teilhabe und die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu untergraben.

Taprogge weiter: „Im Zukunftsbündnis haben wir gerade erst eine Fachkräftezuwanderungsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. Zuwanderung ist für viele Branchen und Betriebe in MV unerlässlich, damit wichtige Bereiche der Wirtschaft funktionieren. Vor diesem Hintergrund ist diese Entscheidung ein Schlag ins Gesicht - nicht nur für diejenigen, die diese Kurse brauchen, sondern auch für die gesamte Wirtschaft sowie für die Weiterbildungsträger. Eine derart kurzsichtige Politik gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir sagen: Kurs halten statt Kurse streichen.“

Desweiteren seien auch die Lehrkräfte bei den Bildungsträgern betroffen, weil Kurse bereits geplant und Verträge unterschrieben wären. Das bedeute Ausfallhonorare und steigende Sozialkosten.

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