„In Teilen gut und richtig, in Teilen an der Lebensrealität vorbei.“ So bewertet der DGB Nord die Vorschläge der Rentenkommission.
Laura Pooth, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord:
„Positiv ist, dass die Rentenkommission die Alterssicherung bei mindestens 70 Prozent ansetzt. Richtig wäre es auch, Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeit umzuwandeln und mehr Berufsgruppen in die Rentenkasse einzahlen zu lassen. Die Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, das Rentenalter zu erhöhen und den Renteneintritt an die Lebenserwartung zu koppeln, ist dagegen ein schwerer Fehler und geht vor allem zulasten derjenigen, die aus gesundheitlichen Gründen früher in Rente gehen müssen.
Die Vorschläge sind eine Grundlage, auf der weiter diskutiert werden muss, aber viele Fragen sind noch offen. Deswegen darf jetzt keine Hektik ausbrechen, denn wir brauchen am Ende ein tragfähiges Ergebnis. Rentenpolitik ist eben keine reine Mathematik, sondern eine Frage der Gerechtigkeit.
Wir werden uns als Stimme der künftigen Rentner*innen weiter für eine gute gesetzliche Rente stark machen. Deswegen haben wir als DGB eine eigene Rentenkommission beauftragt, Vorschläge für die Debatte zu machen.“