Bundesweiter Aktionstag gegen Sozialabbau, Kiel, 26.09.2026

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

Das war unser Aktionstag am 26. September unter dem Motto "Hart verdient". Im Norden waren bei drei Kundgebungen rund 20.000 Menschen mit dabei.

Zusammen auf der Straße

20.000 Menschen bei drei Kundgebungen im Norden

Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ haben sich am 26. September 2026 bundesweit rund 175.000 Menschen an Demonstrationen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seiner Mitgliedsgewerkschaften in 15 Großstädten beteiligt.

Die Demonstrierenden setzten ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten.

Kiel: “Kürzen ist keine Strukturreform”

In Kiel waren  5.500 Menschen für gute Arbeit, soziale Sicherheit und langfristig stärkende Reformen auf der Straße.  Laura Pooth sagte bei der Kundgebung: 

„5.500 Menschen auf diesem Platz – und unsere Botschaft soll bis nach Berlin dröhnen: Unsere Arbeit ist kein Sonderangebot! Unsere Gesundheit ist keine Verhandlungsmasse! Und unsere Rente ist kein Geschenk! Wir, die Arbeitnehmer*innen, haben gearbeitet. Wir haben eingezahlt. Wir haben dieses Land zusammen stark gemacht! Hart verdient! Nicht Jung gegen Alt. Nicht Beschäftigte gegen Erwerbslose. Nicht Frauen gegen Männer. Nicht Menschen mit deutschem Pass gegen Menschen mit Einwanderungsgeschichte. 
Unsere Superkraft heißt Solidarität.“ 

Viele Menschen in Schleswig-Holstein und ganz Deutschland haben Sorge, dass es ihnen in Zukunft schlechter geht, durch die Reformen. Schleswig-Holstein wählt am 18. April 2027. In anderen Bundesländern haben Rechtspopulisten und Extremisten diese Verunsicherung zur Spaltung genutzt. Der DGB machte klar, dass die Menschen im Norden Sicherheit im Wandel brauchen.

Der Auftrag der Menschen aus Schleswig-Holstein an ihre Gewerkschaften ist deutlich: Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sollen die hart verdienten Sozialleistungen, für die Arbeitnehmer Beiträge und Steuern zahlen, verteidigen. Deutschland braucht Reformen und Investitionen für neuen wirtschaftlichen Schwung – aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten. Denn: „Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, er ist ein Standortvorteil. Gute Löhne, Arbeitsrechte und Mitbestimmung sind kein Wettbewerbshemmnis, sondern ein Innovationsmotor“, stellte Laura Pooth klar. 

Der Sozialstaat ist hart verdient. Er ist das Ergebnis der Arbeit und Beiträge von Millionen Menschen. Sie dürfen nicht mit weniger Leistung, höheren Kosten und neuen Hürden abgespeist werden, sondern haben Anspruch auf gute Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente. Aus dem Bundesvorstand sprach die in Lübeck geborene Anja Piel auf der Bühne: 

 „Für eine starke Wirtschaft braucht es auch Reformen. Wir streiten für sichere und gute Arbeitsplätze und für Investitionen in die Zukunft. Deutschland muss sich verändern – aber dafür dürfen nicht die Beschäftigten zur Kasse gebeten werden. Wir brauchen mehr Investitionen in moderne Infrastruktur, Digitalisierung und KI, bezahlbare Energie und noch mehr Investitionen in die Menschen mit Weiterbildung und Qualifikation. Das ist kluge Wirtschaftspolitik. Was wir nicht wollen und was niemand braucht: Reformen, die nur Kahlschlag sind! Kürzen ist keine Strukturreform. Echte Reformen machen unser Land besser und gerechter.“

Die Proteste richten sich gegen geplante Verschlechterungen im Arbeits- und Sozialbereich – darunter längere und flexiblere Arbeitszeiten, mehr Befristungen und der Abbau von Schutzrechten. Auch in Gesundheit und Pflege drohen schlechtere Leistungen und zusätzliche Belastungen. Bei der Rente stehen die Sicherheit des Alterseinkommens und die Anerkennung der Lebensleistung auf dem Spiel – unter anderem durch ein höheres Rentenalter, den möglichen Wegfall der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren und ein Absinken des Rentenniveaus.

Hamburg: “Sozialstaat retten heißt für uns Demokratie retten”

In Hamburg haben insgesamt 13.000 Teilnehmer*innen an zwei Demonstrationszügen und der Hauptkundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt teilgenommen.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften haben an diesem Tag deutlich gemacht: Der Sozialstaat ist kein Geschenk, er ist das Ergebnis der Arbeit und der Beiträge von Millionen Menschen. Sie dürfen nicht mit weniger Leistung, höheren Kosten und neuen Hürden abgespeist werden, sondern haben Anspruch auf gute Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente. 

Die Proteste richten sich gegen geplante Verschlechterungen im Arbeits- und Sozialbereich – darunter längere und flexiblere Arbeitszeiten, mehr Befristungen und der Abbau von Schutzrechten. Auch in Gesundheit und Pflege drohen schlechtere Leistungen und zusätzliche Belastungen. Bei der Rente stehen die Sicherheit des Alterseinkommens und die Anerkennung der Lebensleistung auf dem Spiel – unter anderem durch ein höheres Rentenalter, den möglichen Wegfall der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren und ein Absinken des Rentenniveaus. 

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften machten zugleich deutlich: Deutschland braucht Reformen und Investitionen für neuen wirtschaftlichen Schwung – aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten.

Andrea Kocsis, Stellvertretende Bundesvorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): „Heute haben wir deutlich gemacht, dass wir uns gegen das Zusammenstreichen unseres Sozialstaats zur Wehr setzen. Das weitere Umverteilen hin zu denen, die jetzt schon nicht wissen wohin mit ihrem vielen Geld, muss beendet werden. Diese Bundesregierung muss deshalb umgehend ihren Kurs korrigieren und auf die Mehrheit der Menschen hören, die wollen, dass es gerecht zugeht in unserem Land.“ 

Tanja Chawla, Vorsitzende des DGB Hamburg: „Sozialstaat retten heißt für uns Demokratie retten. Unsere Bundesregierung muss verstehen: Tax the Rich ist das Motto der Stunde und nicht F*** the poor! Sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und ein solidarischer Sozialstaat, das ist die Stärke dieses Landes und die Grundlage für Wirtschaftswachstum. Dafür werden wir kämpfen: gestern, heute und morgen!“

Rostock: “Ein Sozialstaat muss Sicherheit geben” 

Rund 1.400 Menschen sind heute dem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gefolgt und haben in Rostock unter dem Motto „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente“ demonstriert. Die Teilnehmer*innen setzen damit ein deutliches Zeichen gegen Kürzungen beim Sozialstaat. Forderungen sind, die soziale Absicherung zu stärken, gute Arbeit zu sichern und wirtschaftlichen Aufschwung mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. 

Hauptredner Alexander Bercht, Mitglied im Geschäftsführenden Hauptvorstand der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE): „Wer am Renteneintrittsalter schraubt oder bei Pflege und sozialer Absicherung kürzt, sichert noch keinen einzigen Arbeitsplatz. Die Bundesregierung setzt die falschen Prioritäten: Statt Wertschöpfungsketten zukunftsfest zu gestalten und Perspektiven für Beschäftigte zu schaffen, werden die Lasten einseitig den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebürdet.“ 

Daniel Taprogge, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord: „Ein Sozialstaat muss Sicherheit geben. Die soziale Sicherheit brauchen wir gerade dann, wenn Menschen Pflege benötigen, die Miete kaum noch tragen können oder ihre Kinder allein großziehen. Reformen dürfen die Menschen nicht zusätzlich belasten, sondern müssen Pflege bezahlbar machen, Wohnen sichern und Alleinerziehende verlässlich unterstützen. Wer sozialen Zusammenhalt will, darf soziale Sicherheit nicht zum Sparposten machen.“ 

Fabian Scheller, Geschäftsführer DGB Region Rostock-Schwerin: "Zusammen sind wir stark! Das haben wir heute wieder gezeigt und so werden wir es immer wieder tun. Wir setzen uns ein für eine solidarische und sozial gerechte Politik hier in M-V und in ganz Deutschland und es macht Mut zu sehen, wie viele Menschen und befreundete Organisationen dabei an unserer Seite stehen. Dafür ein großer Dank. Gemeinsam können wir richtig was bewegen!" 

Die Demonstration in Rostock ist Teil eines bundesweiten Aktionstages. Der DGB hat zu Kundgebungen in 15 Städten aufgerufen. Die Hauptkundgebung findet in Essen statt.  Die Proteste richten sich gegen geplante Verschlechterungen im Arbeits- und Sozialbereich – darunter längere und flexiblere Arbeitszeiten, mehr Befristungen und der Abbau von Schutzrechten. 

Auch in Gesundheit und Pflege drohen schlechtere Leistungen und zusätzliche Belastungen. Bei der Rente stehen die Sicherheit des Alterseinkommens und die Anerkennung der Lebensleistung auf dem Spiel – unter anderem durch ein höheres Rentenalter, den möglichen Wegfall der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren und ein Absinken des Rentenniveaus. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften machten zugleich deutlich: Deutschland braucht Reformen und Investitionen für neuen wirtschaftlichen Schwung – aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten. 

 

HART VERDIENT! DEINE ARBEIT. DEINE GESUNDHEIT. DEINE RENTE.

Hamburg, Rostock und Kiel – Kundgebungen und Demonstrationen im DGB Bezirk Nord

Worum geht es?

Wir, die Beschäftigten, haben unsere Löhne hart verdient und unsere Rechte erkämpft. Der Sozialstaat ist kein Geschenk der Politik oder der Arbeitgeber. Gute und sichere Arbeit, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung und ein verlässliches Alterseinkommen sind nicht verhandelbar. 

Ein starker Sozialstaat schafft Sicherheit im Wandel. Besonders in Zeiten, in denen viele Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze bangen, sind solidarische Absicherungen und gesellschaftlicher Zusammenhalt umso wichtiger. Politik und Arbeitgeber müssen den Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit den Wohlstand unseres Landes schaffen, vertrauen. Wir brauchen eine Wachstumsagenda für Deutschland und Europa, die Innovationen und weniger Abhängigkeiten schafft. 

Wir stehen auf gegen eine Politik, die Leistungen kürzt und Arbeitsrechte beschneidet! 

 

Mach dich stark mit uns – für Wachstum und Investitionen

  • Für eine aktive Industrie-, Dienstleistungs-, Handwerks- und Innovationspolitik, die Arbeitsplätze und Standorte sichert!
  • Für mehr Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur durch mehr Steuern auf hohe Vermögen!

 

Mach dich stark mit uns – für gute, tarifgebundene und gesunde Arbeit

  • Für verlässliche Arbeitszeiten: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!
  • Für die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen und Kettenverträgen!
  • Für Vertrauen statt Unterstellungen: Keine Zwangskrankschreibung am 1. Tag!

 

Mach dich stark mit uns – für eine leistungsfähige und bezahlbare Gesundheitsversorgung und Pflege

  • Für eine gerechte Finanzierung, zu der alle ihren Beitrag leisten!
  • Für Tarifentlohnung in der Pflege, die vollständig refinanziert wird!
  • Für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im Land!

 

Mach dich stark mit uns – für eine Rente, die zum Leben reicht

  • Für die abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte und die Blockaltersteilzeit! 45 Jahre sind genug!
  • Für ein Renteneintrittsalter, das die Beschäftigten auch gesund erreichen können!
  • Für gute und fair finanzierte Betriebsrenten für alle!

 

Wir haben mehr verdient als Misstrauen und Beschimpfungen!

Mach dich stark mit uns! Für deine Arbeit. Für deine Gesundheit. Für deine Rente.

Mach dich stark mit uns! Für Reformen, die unser Land besser und gerechter machen!

Bild Laura Pooth
Schluss mit den Angriffen auf den Sozialstaat.
"Sozialleistungen sind erarbeitete Leistungen, keine Almosen. Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, er ist ein Standortvorteil. Gute Löhne, Arbeitsrechte und Mitbestimmung sind kein Wettbewerbshemmnis, sondern ein Innovationsmotor. Wir sehen nicht tatenlos zu, wenn soziale Errungenschaften infrage gestellt, Arbeitnehmerrechte geschwächt und die Lasten einer schwierigen Zeit allein auf Beschäftigte, Familien, Rentner*innen sowie Menschen in prekären Lebenslagen abgewälzt werden sollen."
Laura Pooth, Vorsitzende DGB NORD

Wir brauchen Reformen

Wir brauchen Reformen, die Wachstum schaffen, Investitionen stärken und gute tarifgebundene Arbeitsplätze sichern. Einschnitte bei Arbeits- und Sozialrechten lösen keines der wirtschaftlichen Probleme unseres Landes. Sie verunsichern die Menschen und schwächen den Zusammenhalt. Deshalb gehen wir am 26. September gemeinsam auf die Straße – für einen starken Sozialstaat und gute Arbeit."

Weitere Kundgebungen sind geplant in Berlin, Bremen, Erfurt, Essen, Frankfurt/Main, Freiburg, Magdeburg, Hannover, Leipzig, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart.

Eine Mitgliedschaft, die stark macht

Für deine Arbeit. Für deine Gesundheit. Für deine Rente. Für Reformen, die unser Land besser und gerechter machen!