Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert der DGB Hamburg die konsequente Umsetzung des Gewalthilfegesetzes, das seit Februar 2025 in Kraft ist. Es garantiert einen bundesweiten Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für von Gewalt betroffene Frauen.
DGB-Vorsitzende Tanja Chawla: „Wir müssen alles tun, um die Gewalt an Frauen zu stoppen. Allein in diesem Jahr wurden in unserer Stadt bereits sechs Femizide begangen. Bundesweit wurden über 250 Frauen getötet. Laut Istanbul-Konvention muss die Hansestadt 440 Frauenhausplätze vorhalten. Real gibt es in Hamburg derzeit aber nur 240 – es fehlen also immer noch 200 Plätze.“
Zusätzlich braucht es eine Ausweitung des Beratungsangebotes. Die Istanbul-Konvention fordert flächendeckende, niedrigschwellige Fachberatungsstellen. In Hamburg existieren derzeit zu wenige, die einem enormen Bedarf gegenüberstehen.
Gewalt an Frauen hat viele Gesichter, relativ neu darunter ist die digitale Gewalt. Wieder sind Frauen häufiger betroffen als Männer, wie Untersuchungen von DGB und HateAid zeigen.
Tanja Chawla: „Frauen und Kolleg*innen schützen, das muss oberste Priorität haben. Wir können uns keine toxische Männlichkeit mehr leisten. Deswegen muss nun das Gewalthilfegesetz zügig umgesetzt werden. Aber genauso erinnern wir heute die Arbeitgeber an die Pflicht, Schutzkonzepte zu entwickeln und Maßnahmen gegen digitale Gewalt einzuführen.“
Gemeinsam Flagge zeigen!
Der DGB Hamburg macht seine Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen am 25. November 2025 um 13 Uhr sichtbar mit einer Fahnenhissung vor dem Gewerkschaftshaus. Geplant sind Redebeiträge der DGB Hamburg Vorsitzenden Tanja Chawla und von Vertreterinnen der Beratungs- und Schutzeinrichtungen in Hamburg.