DGB Hamburg ruft zum 1. Mai auf: Für gute Arbeit, sozialen Zusammenhalt und eine gerechte Zukunft

Datum

Ordnungsnummer 10/26

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Hamburg ruft zur Teilnahme an den Kundgebungen und Demonstrationen zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Unter dem diesjährigen Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ macht der DGB deutlich, dass es in Zeiten sozialer Spaltung, wirtschaftlicher Unsicherheit und globaler Krisen eine starke Stimme für Beschäftigte braucht.

Die Vorsitzende des DGB-Hamburg, Tanja Chawla, betont die Bedeutung des 1. Mai als Tag des Engagements und der Solidarität: „Der 1. Mai ist unser Auftrag: Wir stehen für gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit und eine sichere Zukunft. Wer behauptet, der Sozialstaat sei zu teuer, führt einen Klassenkampf von oben – und wir halten dagegen.“

Unter Beteiligung der Gewerkschaftsspitzen bringen tausende Gewerkschafter*innen im Zentrum Hamburgs sowie in Bergedorf und Harburg zentrale Forderungen auf die Straße: 

Gerechte Finanzierung des Sozialstaats und starke Tarifbindung

Der DGB Hamburg fordert eine konsequente Stärkung der Tarifbindung sowie eine faire Finanzierung des Sozialstaats. Unternehmen würden entlastet, während Beschäftigte unter sinkender Tarifbindung und wachsender Unsicherheit litten. Notwendig sind wirksame Maßnahmen zur Erhöhung der Tarifbindung, eine Vermögenssteuer und eine gerechte Erbschaftsbesteuerung. Nur so kann der Sozialstaat stabil finanziert und Lohndumping wirksam verhindert werden.

Gute Arbeit, sichere Rente und ein solidarisches Gesundheitssystem

Der DGB macht deutlich, dass soziale Sicherheit kein Luxus, sondern ein demokratisches Grundversprechen ist. Dazu gehören eine verlässliche gesetzliche Rente, ein Gesundheitssystem ohne zusätzliche Belastungen für Beschäftigte sowie bezahlbares Wohnen, Energie und Mobilität. Die deutliche Botschaft der Gewerkschaft: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz! Die jüngsten Reformvorschläge im Gesundheitswesen kritisiert der DGB als unsozial und gefährlich für die Versorgungssicherheit.

Investitionen in Zukunft, Klimaschutz und eine starke öffentliche Infrastruktur

Angesichts globaler Krisen fordert der DGB ein Ende der Sparpolitik und eine Abkehr von der Schuldenbremse. Investitionen in die Zukunft bedeuten gleichzeitig den Standort Hamburg zu stärken, mit stärkerem Einbezug lokaler Wertschöpfungsketten bei gleichzeitiger Koppelung von Wirtschaftsförderung an Tarifbindung und Beschäftigungssicherung. Dabei müssen die Hamburger*innen im Mittelpunkt stehen. Der DGB fordert eine klare Priorität für öffentliche Daseinsvorsorge, sozialen Wohnungsbau und eine klimagerechte Modernisierung der Wirtschaft.

Zudem unterstreicht Tanja Chawla die gesellschaftliche Verantwortung, gemeinsam gegen Spaltung und demokratiefeindliche Kräfte einzustehen:

„Solidarität ist unser stärkstes Werkzeug. Wenn wir zusammenstehen, haben Spaltung, Hass und wachsender Faschismus in dieser Stadt keinen Platz.“

Guido Zeitler, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)  betont:„Massiver Sozialabbau ist keine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Wer die Abrissbirne an den Sozialstaat legt, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Stattdessen brauchen wir gezielte Investitionen – in Infrastruktur, Industrie, Bildung, bezahlbaren Wohnraum, Kommunen und Beschäftigung.“

Tanja Chawla macht deutlich:

„Hamburg braucht eine Politik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt – bezahlbar, bewohnbar und sozial gerecht. Dafür gehen wir am 1. Mai gemeinsam auf die Straße.“

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