Ein Azubiwerk für Schleswig-Holstein bleibt wichtig
Gleichwertigkeit von dualer und akademischer Ausbildung stärken!
Zu der heute von den Kammern präsentierten Umfrage unter Auszubildenden sagt Laura Pooth, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord): „Die Ergebnisse geben wichtige Impulse, wie wir die Ausbildungssituation junger Menschen in Schleswig-Holstein verbessern können. Beim Thema Azubiwerk kommen wir aber zu einer völlig anderen Einschätzung. Auszubildende schildern uns gegenüber immer wieder, dass sie in manchen Regionen in Schleswig-Holstein keinen bezahlbaren Wohnraum finden. Das Azubiwerk ist dafür eine wichtige Unterstützung. Deshalb haben wir die Initiative der schleswig-holsteinischen Landesregierung zur Gründung eines Azubiwerks von Anfang an begrüßt. Die von den Kammern geforderten Mietzuschüsse sind kein Mittel gegen fehlenden Wohnraum für Azubis.“
Wie das Studierendenwerk soll sich das geplante Azubiwerk u.a. um den Bau und Betrieb von Azubiwohnheimen kümmern.
Wiebke Oetken von der DGB Jugend Nord: Gute Ausbildung kann nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Azubis haben nicht viel Geld zur Verfügung und sind daher besonders auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen. Wohnen darf nicht zum Hindernis auf dem Weg zum Berufsabschluss werden. Das Azubiwerk Schleswig-Holstein ist endlich ein konkreter Schritt zur echten Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung. Imagekampagnen allein reichen nicht aus. Gerade in Zeiten des verschärften Fachkräftemangels sollte es eine breite Unterstützung aller Ausbildungsbeteiligten für dieses Vorhaben geben.“