Endlich wieder Bewegung beim Tariftreue- und Vergabegesetz für Schleswig-Holstein

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Ordnungsnummer PM 64

Dachzeile WSI: Einkommensungleichheit wächst.

Der heute veröffentlichte Verteilungsbericht der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) zeigt: die Ungleichheit bei den Haushaltseinkommen liegt auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Es braucht Maßnahmen, die dieser Entwicklung entgegensteuern. Zum Beispiel ein Tariftreue- und Vergabegesetz für Schleswig-Holstein. Mit so einem Gesetz würden öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen gehen, die Tariflöhne zahlen. Ein wichtiges Werkzeug, um die Tarifbindung zu stärken und damit für höhere Löhne für viele Menschen zu sorgen. 

Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Bezirks Nord: „Die SPD hat es in ihrem gestern vorgestellten Entwurf des Wahlprogramms, die Grünen auch. Das Thema ist wieder auf der Agenda und das ist nur richtig so. Andere Parteien sollten sich ein Beispiel nehmen. Vier Jahre hat Schwarz-Grün zu wenig dafür getan, die Tarifbindung im Norden zu stärken. Das muss anders werden, damit die Leute wieder mehr Geld im Portemonnaie haben.“

Der DGB Nord fordert die Landesregierung auf, bereits jetzt wirksame Schritte zur Stärkung der Tarifbindung einzuleiten. Öffentliches Geld darf nur dort fließen, wo Beschäftigte nach Tarif bezahlt werden.

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