Friedensfähig statt kriegstüchtig! Nein zu Hochrüstung und Wehrpflicht!
DGB-Kreisverband Pinneberg, ver.di - Bezirk Schleswig- Holstein Süd-West, IGM-Unterelbe, GEW-Kreisverband, IG BAU Region Nord, NGG Hamburg-Elmshorn, Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg
Friedensfähig statt kriegstüchtig! Nein zu Hochrüstung und Wehrpflicht!
Deutschland wird kriegstüchtig gemacht. Die Planungen sehen vor, dass die Bundeswehr zur größten Armee Europas hochgerüstet werden soll. Wenn sich nicht genügend Freiwillige dafür melden, soll die Wehrpflicht wieder eingeführt werden. Alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie Gesundheitswesen und Infrastruktur werden für einen Krieg vorbereitet. Weitreichende Erstschlagwaffen wie Tomahawk-Raketen wurden jetzt von den USA gekauft und neue europäische Systeme sollen entwickelt werden. Der massive Aufwuchs des Militäretats geht perspektivisch zu Lasten von sozialstaatlicher Absicherung und öffentlichen Zukunftsinvestitionen.
Das Weltgeschehen wird zunehmend geprägt durch die Großmachtansprüche der USA, Chinas und Russlands. Für deren Durchsetzung schrecken sie auch vor der Anwendung und Androhung militärischer Gewalt nicht zurück. Wir erheben unsere gewerkschaftliche Stimme dagegen und halten unbeirrbar an unserem Grundsatz fest: „Nie wieder Krieg!“
Für die EU ebenso wie für Deutschland und ihre anderen Mitgliedstaaten gilt dabei, dass sie ihre Glaubwürdigkeit als Partner unter Beweis stellen müssen, indem sie sich uneingeschränkt zur Einhaltung des völkerrechtlichen Gewaltverbots und des humanitären Völkerrechts bekennen. Ob in der Ukraine, im Iran, in Israel, in Palästina, im Libanon, im Sudan oder in anderen Teilen der Welt: Sie müssen konsequent dafür eintreten, dass Völkerrechtsverstöße geahndet werden – unabhängig davon, wer sie begeht.
Die Rüstungsausgaben wurden in Deutschland in den letzten fünf Jahren verdoppelt und sollen bis 2030 nochmals verdoppelt werden. Wir müssen das bezahlen, mit höheren Steuern, Sozialabbau und schlechteren öffentlichen Leistungen. Schon jetzt fehlen Milliarden bei Krankenhäusern, Pflege, Schulen, Hochschulen und Kitas, Jugend und Kultur, Umweltschutz und Verkehr. Wir sollen länger arbeiten und die Renten noch niedriger werden.
Wir brauchen aber keine Politik, die dem Recht des Stärkeren und einer permanenten „Kriegstüchtigkeit“ das Wort redet, sondern eine Sicherheitspolitik, die sich zum Ziel setzt, die sozialen, ökonomischen und politischen Ursachen von Krieg und Gewalt zu beseitigen. Deshalb treten die Gewerkschaften für eine Politik der Friedensfähigkeit ein, in deren Mittelpunkt die zivile Friedenssicherung durch Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und eine faire Handelspolitik steht.
Informations- und Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 1. Sept. 2026, 18.30 Uhr
Industriemuseum Elmshorn, 25335 Elmshorn, Catharinenstraße 1
mit Vertretern der
ver.di Jugend, Melcher Strothmann
Antifa Elmshorn
IPPNW Internationale Ärzte*innen für die Verhütung des Atomkrieges Hesam Jozvebayat
VERANSTALTER: DGB-Kreisverband Pinneberg – ver.di - Bezirk Schleswig- Holstein Süd-West – IGM-Unterelbe – GEW-Kreisverband – IG BAU Region Nord – NGG Hamburg-Elmshorn – Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg
Flyer Friedensfähig statt kriegstüchtig! Nein zu Hochrüstung und Wehrpflicht!