„Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung wählen!"

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Ordnungsnummer PM 16

Dachzeile DGB Nord ruf am Internationalen Frauentag zur Beteiligung an den Betriebsratswahlen auf

Zum Internationalen Frauentag fordert die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Nord, Laura Pooth, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu stärken und als Mehrwert für die ganze Gesellschaft zu begreifen.

„Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist in vielen Bereichen noch nicht hergestellt. Bei den Entgelten klafft weiterhin eine Lücke, Frauen leisten den Großteil der Sorgearbeit, sind seltener in Führungspositionen und arbeiten häufig in Teilzeit. Statt immer wieder Angriffe auf Arbeitnehmerrechte und den 8-Stunden-Tag zu starten, ist es höchste Zeit, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen. Unser Credo ist: Arbeitszeiten müssen zum Leben passen! Das ist für Beschäftigte mit Sorgeverantwortung unverzichtbar", so Pooth.

 

Das jede zweite Frau in Teilzeit arbeitet, ist auch Folge von Fehlanreizen im Steuersystem. Das Ehegattensplitting bringt den größten Steuervorteil, wenn ein Partner viel und der andere - meist die Frau- wenig verdient. Und auch die Minijobs mit niedrigen Abgaben wirken in die gleiche Richtung.

 

Die Gewerkschafterin betonte die Schlüsselfunktion von demokratisch gewählten Betriebs- und Personalräten, um die Gleichstellung von Männern und Frauen in den Betrieben und Verwaltungen zu erwirken. „Ohne starke Betriebsräte keine Mitbestimmung, ohne Mitbestimmung keine Gleichstellung. Betriebs- und Personalräte entscheiden mit, wenn es um Gleitzeit, Homeoffice und Arbeitszeiten geht. Sie sind an Einstellungen beteiligt und sorgen für eine gerechte Eingruppierung. Wir rufen alle Beschäftigten auf, ihre Stimme bei den anstehenden Betriebs- und Personalratswahlen zu nutzen", so Pooth. Die bundesweiten Betriebs- und Personalratswahlen finden noch bis Ende Mai statt.

 

Ein weiteres Thema, das der DGB Nord-Vorsitzenden am Herzen liegt, ist ein besserer Schutz von Frauen vor Gewalt. „Die Gewalt an Frauen am Arbeitsplatz muss aus dem Dunkelfeld geholt werden. Sexuelle Belästigung und Diskriminierung haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Häufig sind Übergriffe für die Betroffenen schwer anzusprechen. Betriebsräte können Betriebsvereinbarungen initiieren, Beschwerdestellen durchsetzen und die Schulung von Führungskräften einfordern. Sie schaffen sichere Arbeitsumfelder – das ist gelebter Schutz für alle Beschäftigten, besonders für Frauen."

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (nach Arbeitsort)

August 2025

 

FrauenMecklenburg-VorpommernSchleswig-Holstein
Vollzeit141.870 (49,2 %)229.530 (44,9 %)
Teilzeit146.260 (50,8 %)281.270 (55,1 %)

 

Quelle: Frauen und Männer - Statistik der Bundesagentur für Arbeit

 

Die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag im DGB Bezirk Nord gibt es hier.

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