Soziale Arbeit in M-V muss abgesichert werden
Vor den Sondierungsgesprächen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) SPD, LINKE und GRÜNE auf, die Soziale Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern gut abzusichern.
Hintergrund ist eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte und heute veröffentlichte Studie unter dem Titel „Parlamentarische Strategien der AfD gegen die Soziale Arbeit. Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich“
Daniel Taprogge, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord: „Die AfD wird auch in der kommenden Legislaturperiode Projekte und Träger im Sozialwesen und der Sozialen Arbeit ins Visier nehmen. Sie gefährdet damit nicht nur wichtige Einrichtungen, sondern greift auch die tausenden Beschäftigten an, die eine sehr bedeutende Arbeit in unserem Bundesland machen. Deswegen ist es wichtig, dass eine künftige Landesregierung gleich zu Beginn ein klares Zeichen setzt und diese Einrichtungen stärkt. In Projekten, wie der Jugendhilfe, Migrationsarbeit, Gleichstellung oder Demokratieförderung wird wichtige Arbeit geleistet, gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spaltung zunimmt. Wer solche Projekte diskreditiert und unnötig unter Druck setzt, sorgt mit dafür, dass Fachkräfte aus diesem Bereich Mecklenburg-Vorpommern verlassen und die Soziale Arbeit wichtige Aufgaben nicht mehr übernehmen kann.“
Die Böckler-Studie liefere wichtige Anhaltspunkte und Tipps, wie Projekte besser abgesichert und unterstützt werden könnten. SPD, LINKE und GRÜNE seien gut beraten, hier anzusetzen.