„Wir dürfen unsere Zukunftschancen nicht verspielen“
Zu der heutigen Berichterstattung über ein mögliches Aus von Offshore-Projekten in der Nordsee sagt Laura Pooth, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord: „Gar nicht gut! Statt eines Abbaus brauchen wir angesichts hoher Energiepreise dringend einen engagierten Ausbau der Windenergie. Industrie und Verbraucher sind darauf angewiesen, dass die zugesagten Strommengen auch wirklich kommen. Unsicherheit in der Planung ist Gift für jede Investition in die Zukunft unseres Landes.“
Pooth warnt vor einem Fadenriss in der aufstrebenden Windkraft-Branche, der viele Arbeitsplätze gefährden könne. Jetzt müssten schnelle und tragfähige Lösungsvorschläge von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kommen. Angesichts hoher Öl- und Gaspreise seien dringend Alternativen nötig.
Pooth: „Große Zukunftschancen für unser Land werden gerade verspielt und dafür ist auch die Bundeswirtschaftsministerin verantwortlich. Wenn Reiche weiterhin nur zuschaut, obwohl der Markt die Probleme offensichtlich nicht löst, stellt sich schon die Frage, ob sie ihrer Verantwortung noch gerecht wird. Wir können uns nach der Altmaier-Delle keinen Reiche-Absturz leisten.“
Hinweis:
Die Windumfrage der IG Metall Küste hatte vergangene Woche gezeigt, wie pessimistisch Betriebsräte der Branche in die Zukunft schauen. Nur noch 18 Prozent erwarten mehr Aufträge. Zudem gibt es einen massiven Vertrauensverlust in die Zukunft des Standorts Deutschland. 54 Prozent erwarten eine negative Entwicklung. Mehr zu den Ergebnissen der Umfrage gibt es auf der Homepage der IG Metall Küste