Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 75 - 22.11.2019

DGB-Jugend von Rechtsextremen in Bad Segeberg genötigt

Seit einigen Wochen kommt es in Bad Segeberg und Umgebung zu rechtsextremen Vorfällen. Auch Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind betroffen. In der Fußgängerzone wurde eine Gruppe Ehrenamtlicher der DGB-Jugend durch eine Gruppe Neonazis verfolgt und genötigt. Die Kolleginnen und Kollegen wurden so auch zu Opfern der rechten Umtriebe, die derzeit die Segeberger Innenstadt prägen. Es kam glücklicherweise zu keiner weiteren Auseinandersetzung, da die Polizei der Gruppe Platzverweise erteilte. Der DGB Nord hat jetzt Strafanzeige gestellt.

Wiebke Oetken, Bezirksjugendsekretärin DGB Nord:

„Die DGB-Jugend vertritt junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über alle Branchen hinweg, egal welcher Herkunft, welcher Hautfarbe oder welcher Religion sie angehören oder woher sie kommen. Angegangen wurden nur einige von uns, gemeint sind aber wir alle. Wir stellen uns geschlossen gegen diese rechte Gewalt in Bad Segeberg und sind so lange laut, bis das aufhört“

Hinter den Vorfällen steht der in Bad Segeberg geborene Neonazi Bernd T. Der 45-jährige Rechtsextremist ist mehrfach vorbestraft und wurde zuletzt 2016 vom Landgericht Kassel zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe ist er in seine Heimat zurückgekehrt und baut dort ein rechtsextremes Netzwerk auf. Jugendliche werden gezielt angesprochen und sollen für das Netzwerk rekrutiert werden.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord:

„Die Bedrohung durch rechte Gewalt ist auch bei uns im Norden Realität. Dies zeigen zuletzt die Verbreitung sogenannter Feindeslisten in rechten Netzwerken und nun auch die Angriffe gegen ehrenamtliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Bad Segeberg. Um unsere freiheitliche Demokratie zu schützen, ist ein entschlossenes Handeln gegen Rechts dringend geboten. Hierbei müssen Präventionsmaßnahmen, Strafverfolgung sowie Beratung für die Opfer rechter Gewalt ineinandergreifen.“


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Thomas Ritter 

 

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