Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20 - 22.03.2022

Gewerkschaften fordern Zukunftspakt „Gute Arbeit Hochschule“

DGB Studie: Schlechte Arbeitsbedingungen an Hochschulen gefährden Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Hochschulreport M-V 2022

Hochschulreport M-V 2022 DGB Nord

Schlechtes Zeugnis für die Hochschulen

„Die Beschäftigten der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern stellen ihren Arbeitgebern ein schlechtes Zeugnis aus“, bringt Laura Pooth, Vorsitzende DGB Nord, die Ergebnisse des Hochschulreports auf den Punkt. „Im Vergleich mit Tätigkeiten außerhalb der Hochschule schneidet der Arbeitsplatz Universität in Mecklenburg-Vorpommern schlecht ab. Hier braucht es dringend Verbesserungen, damit sich junge Menschen für einen Verbleib in der Wissenschaft entscheiden. Für Mecklenburg-Vorpommern hat eine Hochschullandschaft mit qualitativ hochwertiger Forschung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für Fachkräftesicherung und regionale Entwicklung.“

Wissenschaftsstandort muss gestärkt werden

Der  Report untersucht die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung an den Universitäten aus Sicht der Beschäftigten. Die Qualität der Arbeit, Befristungen, Arbeitszeiten/Arbeitslage, Arbeitsintensität und Zufriedenheit des Einkommens bilden die Schwerpunkte des Berichts. 

Es sei dringend notwendig, den Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu stärken, so Pooth. „Um die Perspektiven der Beschäftigten in den Hochschulen zu verbessern, braucht es jetzt einen „Zukunftspakt Gute Arbeit Hochschule.“   

Zuviele befristete Verträge mit Folgen: Sorgen um die Zukunft

Auch Susanne Schöttke, Vorsitzende ver.di Nord, spricht von einem alarmierenden Befund für den Arbeitsplatz Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern. „87 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen an universitären Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und 21 Prozent der Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Die Folgen sind klar: Sorgen um die berufliche Zukunft, hoher Druck und in vielen Fällen eine erhebliche Anzahl Stunden unbezahlter Mehrarbeit. Für Daueraufgaben muss es endlich Dauerstellen geben! Die Befristungsquote muss deutlich gesenkt werden und es sind mehr unbefristete Stellen zu schaffen.“ 

Einkommen der Beschäftigten für viele nicht oder kaum ausreichend

„Die Universitäten sollten sich dringend um das Einkommen ihrer Beschäftigten kümmern, wenn sie den Arbeitsplatz Hochschule attraktiv gestalten wollen,“ betont Annett Lindner, Vorsitzende der GEW Mecklenburg-Vorpommern. „Fast ein Drittel der Beschäftigten empfindet das aktuelle Einkommen als nicht oder kaum ausreichend. Noch kritischer fällt das Urteil in Bezug auf die zu erwartende Rente aus: Rund drei Viertel der Beschäftigten gehen davon aus, dass ihre zukünftige Rente nicht ausreichend oder gerade so ausreichend sein wird, um ihren Lebensunterhalt im Alter zu sichern. Die Teilzeitstellen müssen deshalb dringend aufgestockt werden, damit die aktuellen Einkommen und auch die zukünftige Rentenhöhe für ein gutes Leben reichen. Beschäftigte in zentraler wie dezentraler Verwaltung müssen höher eingruppiert werden, da ihr Aufgabenspektrum sich in den letzten Jahren deutlich verändert und erweitert hat.“

 

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Hochschulreport M-V DGB Nord

 

 

Hochschulreport M-V

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