Deutscher Gewerkschaftsbund

20.12.2013

Uwe Polkaehn wiedergewählt: „Auf die eigene Kraft vertrauen“

  • Uwe Polkaehn bleibt Vorsitzender des DGB Nord
  • Gewerkschaften wollen mehr Tarifverträge, Mitbestimmung und Politikwechsel in Berlin durchsetzen
  • Bezirkskonferenz in Lübeck

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) heißt auch in den kommenden vier Jahren Uwe Polkaehn. Die Delegierten der Einzelgewerkschaften bestätigten den 58jährigen früheren Eisenbahner in seinem Amt: Polkaehn erhielt 89 von 95 abgegebenen Stimmen – das entspricht einer Zustimmung von 95,7 Prozent. Auch sein Stellvertreter Ingo Schlüter wurde im Amt bestätigt, er kam auf 85 Delegiertenstimmen. Der DGB Vorsitzende Michael Sommer hielt eine Grundsatzrede und nahm auch zur laufenden Regierungsbildung in Berlin Stellung.

Uwe Polkaehn forderte in seiner Rede einen „echten Politikwechsel“ in Berlin ein: „Es bleibt noch viel zu tun, bis die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirklich im Zentrum der Politik stehen. Wir müssen auf unsere eigene Kraft vertrauen. Das Ziel heißt: Gute Arbeit, faire Löhne, gerechte Verhältnisse.“

Die Arbeitgeber forderte Polkaehn auf, „das Nörgeln einzustellen und das Wahlergebnis zu akzeptieren. Die Menschen wollen gute Arbeit, sie sind für den Mindestlohn, sichere Beschäftigung und sichere Renten. Ich biete den Arbeitgebern an, mit uns gemeinsam die neue Ordnung der Arbeit zu gestalten.“ Gemeinsam mit den Unternehmerverbänden müsse daran gearbeitet werden, „die Tarifbindung wieder zu erhöhen, damit es verlässliche Absprachen und faire Verhältnisse in der Arbeitswelt gibt“. Entschieden sprach sich Polkaehn in Lübeck für die Erweiterung der Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer im Betrieb aus: „Mehr Demokratie wagen, sagte schon Willy Brandt.“

Polkaehn kündigte weiter Kampagnen zur Finanzierung eines handlungsfähigen Staates, für ein soziales Europa und gegen einen neuen Nationalismus an. Im Norden müsse mehr und besser zusammengearbeitet werden, in Politik, Gewerkschaft und Wirtschaft. Nach einer schwierigen Mitgliederentwicklung hätten sich die Gewerkschaften bundesweit stabilisiert, so der DGB-Vorsitzende: „Jeden Tag kommen 1.000 neue Mitglieder hinzu, das ist ein Erfolg der Gesamtorganisation.“

Die Delegierten berieten über Anträge zur „Guten Arbeit“ und Ausbildungssituation im Norden, zu Industrie und Dienstleistungen sowie zum Steuerkonzept des DGB Nord.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Konferenz in den Lübecker Media Docks teil. Der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, sprach ein Grußwort an das „Parlament der Arbeit“. Das Motto der Tagung: „Gute Arbeit. Faire Löhne. Starker Norden.“

 


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PM 131 - 14.12.2013

Uwe Polkaehn wiedergewählt: „Auf die eigene Kraft vertrauen“


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