Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 28 - 07.04.2017

G20 - Protestwelle am 2. Juli in Hamburg

Der DGB Nord beteiligt sich an der Vorbereitung einer gewaltfreien Demonstration zum G20-Gipfel in Hamburg. „Wir wollen am 2. Juli gemeinsam mit weiteren Organisationen klar machen, welche Ergebnisse wir von den Regierungschefs erwarten: Entschiedene Maßnahmen für fairen Welthandel, soziale Gerechtigkeit und gute Arbeitsbedingungen, für Weltoffenheit, Klimaschutz und demokratische Freiheiten. Wir laden alle ein, die dafür friedlich mit uns demonstrieren wollen“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord.

Anlässlich des G20-Treffens der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli in der Hansestadt Hamburg ruft ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis zum Protest auf. Unter dem Motto: „Eine andere Politik ist nötig!“ kündigt es für Sonntag, den 2. Juli, eine Protestwelle in Hamburg an. Zu Lande und zu Wasser werden mehrere zehntausend Menschen mit einem Protestmarsch, einer Boots-Demo und einem Bannermeer friedlich für eine demokratische und solidarische G20-Politik eintreten. Das Bündnis kritisiert die bisherige neoliberale Politik der G20. Im Vorfeld des Gipfels wird ein Politikwechsel gefordert, um gerechten Welthandel zu schaffen, das Klima zu retten, soziale Ungleichheit zu bekämpfen und die Demokratie zu stärken.

Folgende Organisationen bilden den Trägerkreis der G20-Protestwelle am 2. Juli 2017 in Hamburg: Deutscher Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord), Campact, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Mehr Demokratie, Naturschutzbund Deutschland (NABU), World Wildlife Fund (WWF), Forum Umwelt & Entwicklung, Oxfam Deutschland, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), IG Nachbau, Solidarische Landwirtschaft, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschland, Powershift.

Weitere Informationen zu der geplanten G20-Protestwelle „Eine andere Politik ist nötig - Protestmarsch - Bootsdemo - Bannermeer“ am 2. Juli in Hamburg sowie zum Träger- und Unterstützerkreis finden Interessierte im Internet unter www.g20-protestwelle.de

Hintergrund

Der G20 gehören an: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei, die USA sowie die Europäische Union. An den G20-Gipfeln nehmen regelmäßig auch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Vereinten Nationen (UN) und weitere Organisationen teil. Die G20-Staaten stehen für zwei Drittel der Weltbevölkerung, 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Welt und 80 Prozent des Welthandels. Zum Vergleich: Beim Treffen der G7 kommen nur die sieben reichsten Länder der Welt zusammen, die zehn Prozent der Weltbevölkerung und weniger als die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung vertreten.

Labour 20 (L20) vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der Ebene der G20. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Gewerkschaften der G20-Länder sowie den internationalen Branchengewerkschaftsverbänden und wird von ITUC und TUAC koordiniert. Im Mittelpunkt wird die faire Gestaltung der Globalisierung stehen. Schwerpunkte sind Wachstum und Beschäftigung, Einkommensverteilung sowie die Verantwortung der Unternehmen entlang der Lieferketten. Der DGB und die internationale Gewerkschaftsbewegung haben hohe Erwartungen an die deutsche G20-Präsidentschaft: Die internationale Koordinierung der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik muss wiederbelebt werden.

Weitere Informationen unter www.dgb.de/l20 und www.nord.dgb.de


Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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